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08. Februar 2010 um 13:04:55 ·
Abgelegt unter Vietnam
Guten Tag, ich bin der Mondkalender!
Üblicherweise befinde ich mich im asiatischen Kulturkreis, bin das Gegenstück vom Julius Kalender. Mein Jahr startet etwas später als der von Julius. So um Mitte Februar. Dieses Jahre darf ich mich am 14. Februar laut Julius Nase zeigen. Für mich ist es natürlich der 1.1.2010. Gleichzeitig begrüße ich auch den Tiger. Er nimmt Platz ein für den Büffel. Damals hat so ein Mann mit vielen Namen u.a. Buddha, Tiere zu einer Party eingeladen. Doch es kamen nur zwölf. Resultat, jeder kommt dann einmal im Jahr dran und darf sich von seiner besten Seite zeigen. So sagt eine Legende. Wer es etwas komplexer haben möchte, Wikipedia gibt dazu auch etwas Senf.
In Vietnam nennt man mich auch Tết. Wegen mir bekommen dann Kinder neue Kleider, Geldgeschenke, Ahnen werden angebetet und man hat dort fast eine ganze Woche frei. Verwandte werden besucht und es gibt ganz viel zu kaufen und zu verschenken. Alle Läden sind voll mit rotfarbenen Produkten. Denn Rot ist irgendwie allgegenwärtig, je weiter man nach Osten blickt. Obwohl ich der Mondkalender bin, sollte alles wohl eher Weiss sein, oder nicht? Etwas patrotische Farben kann ich ja erlauben. Weiss und Grau ist dann doch etwas langweilig. Da freut sich die Frau Kollegin Sonne. Rot, goldig und prächtig, mal wieder… Mein Namensgeber steht wieder immer etwas weiter im Hintergrund. Er ist halt doch ein Nachtkind.

Viele Varianten der roten Geldumschläge für "Lucky Money". Geld das Glück bringen soll.
Dann sagt der Mondkalender auch wieder tschüss. Habe noch viel zu tun bevor der 14. Februar (1. Januar) startet. Und vergesst nicht den Tiger von mir zu grüssen.
26. Dezember 2009 um 16:12:55 ·
Abgelegt unter Reisen, Vietnam
Nein, wir haben uns nicht an den Weihnachtskerzen verbrannt. Könnte man aber meinen, nach all den Feiertagen.
Diese Feiertage haben wir uns entschieden in Phu Quoc zu verbringen. Die Insel hat einen speziellen Hintergrund, weshalb ich unbedingt hin wollte. Unsere Eltern haben 2 Jahre auf der Insel gelebt. Genauer gesagt, in An Thoi, die größste Stadt im Süden der Insel. Weihnachtsurlaub machen und die Fußspuren der Eltern zurückverfolgen, eine spannende Sache für 4 Tage.
Die Anreise lass ich mal weg. Obwohl es auch ein paar Worte wert wäre. Stichwort Visa, sage ich da nur.
Das Moloch Saigon hinter uns gelassen und das rot-erdige Phu Quoc betreten. Natürlich nur bildlich gesprochen. Sind nicht mit dem Schiff hin, sondern bequemerweise mit dem Propeller-Flugzeug. Was schon mal einen gewissen nostalgischen Flair ausmacht (Seht ihr noch auf den Bildern). Phu Quoc hat ca. an der längsten Stelle 50km Durchmesser, die wir natürlich von Kopf bis Fuß erkunden wollen. Daher haben wir uns gleich bei Ankunft ein “Motorbike” gemietet. Gleich für 3 Tage.
Nach der ersten Nacht auf der Insel und einer nicht-funktionierenden Klimaanlage, haben wir uns um 9.30 Uhr auf den Weg gemacht. Eine Honda RS der älteren Generation, war unser fahrbarer Untersatz. (Kommentar Bine, nicht zu vergessen der Überlebenskampf gegen die glorreichen drei Kakerlaken). In Richtung Süden entlang der West-Küste, erst mal an ein paar Perlen-Farmen vorbei. Auf Kies-, Rotem Sandboden und renovierfähigen Asphalt-Strassen, kamen wir dann irgendwann in An Thoi an. Ein kleines verschlafenes Fischerdorf mit recht wenig Touristen, verglichen zu Duong Dong. Danach wieder Kehrt Richtung Norden auf einer “richtigen” Straße. Auf dem Weg entdeckten wir ein kleines Paradis. “Bai Sao” — Sternenstrand. Weisser feiner Sandstrand mit unterschiedlichen Blau-Nuancen. Türkis, Blau, Tiefblau…
Leider kann man diese Farben nicht auf den digitalen Geräten bannen, so sagt Bine immer wieder.
Der zweite Tag war leider nicht so spannend. Von Duong Dong aus in Richtung Norden, hat Phu Quoc leider nicht so viel zu bieten. Wer es natürlich haben möchte, kommt da sicherlich auf seine K0sten.
Der dritte Tag war kurz und knapp. Wir wollten zum Wasserfall “Suoi Tranh”. Doch kurz vor dem Parkplatz hat der Sandweg dem Plan einen Strich durch die Rechnung gemacht. Rutsch und plötzlich lag das Bike da. Ich sah natürlich nicht, was hinter mir passierte. Sah nur Bine wie sie neben mir steif stand und mich anstarrte. “Kein Problem, ist ja nix passiert”, sagte ich ganz sicher. Doch ein Blick auf ihr rechtes Bein, zeigte mir das Gegenteil. Dicke Brandwunde (vom Auspuff) von der Kniekehle bis zum Fußknöchel. Oops, was nun, dachte der Nhan. Als ich dem Parkwächter die Brandwunde zeigte, sagte er sofort “Nuoc Mam”, Fischsauce. Die sollte also helfen. Nicht nur er, sondern auch die anderen Gaffer nickten und riefen im Chor “Nuoc Mam”. Mit einer Flasche Nuoc Mam zurück, überzeugt ich Bine, dass das Zeug bestimmt hilft. Angeblich gegen Narbenbildung. So streckte Bine ihr Bein und er lies das Wunderheilmittel (wohl gegen Alles) auf ihr Bein fliessen. Nach Bine’s Gesichtsausdruck, musste es verdammt brennen. Wasser, Cola und Hängematte halfen den Kreislauf wieder auf Trab zu bringen. Aus dem Wasserfallbesuch wurde nun nichts. Nur noch zurück, eine Apotheke aufsuchen.
Ein Krankenhaus, das nicht wirklich nach einem aussah, machte die Erstversorgung. Jod direkt auf die offenen Brandwunden. Der Krankenhelfer hieß mit Nachnamen wohl Grobmotoriker. Autsch.
Gegenüber war glücklicherweise gleich eine Apotheke (in vietn. Nha Thuoc Tay, Haus der westlichen Medizin).
Nach Nuoc Mam, sollte eine Wundspraydose helfen.
Nun sitzen wir hier am PC in Phu Quoc, Bine mit dem ausgestreckten Bein neben mir. Morgen geht es wieder zurück nach Saigon. Erkundungen, Entspannung und ein vietnamesisches Branding sind unsere Erinnerungen von dem ersten Mal auf Phu Quoc.
14. Dezember 2009 um 16:53:49 ·
Abgelegt unter Reisen, Vietnam
Nach knapp acht Monaten Vietnam habe ich nun hoch offiziell meinen ersten Urlaub hinter mich gebracht. Nicht ganz freiwillig, sondern mit einem driftigen Grund. Dieser Grund nennt sich Besuch aus Deutschland. Genauer gesagt, der Giang (das letzte Kind meiner Eltern, der Achte sozusagen) ist gekommen. Im Schlepptau hatte er seine Freundin dabei. Nach zwei Monaten Down-Under ist ein Zwischen-Stop beim Bruder in HCMC natürlich ein Muss. Ganze vierzehntage (was natürlich für Vietnam viel zu kurz ist) war er hier. Aber es hatte gereicht einen Teil dieses wunderbaren Landes zu sehen. Mit dem Cousin nach Biên Hòa, dem Geburtsort mancher Geschwister und mir, haben wir erst mal die wichtigen Dinge gemacht. Und zwar Verwandte besuchen. Nach zwei Tagen Blutsverwandten-Marathon-Besuche, ging es dann am Dienstag den 8. Dezember erst richtig los. Wir hatten über unseren Onkel einen Kontakt, der einen Fahrer entgeltlich zu Verfügung stellte. Ein genaues Ziel hatten wir nicht wirklich. Mũi Né und Đà Làt dachten wir uns. Am Ende kam noch Phan Rang hinzu. Hier die Strecke ab Biên Hòa nach Đà Làt.
Die Schönsten/lustigsten Momente aufgelistet:
- Gitarre spielen mit Paul (Hotel-Besitzer)
- Kurz Stop an einer Küstengegen namens Cà Ná (schönster bis her)
- Elefant streicheln im See Hồ Tuyền Lâm (fantastischer See in Đà Làt)
- Serpentienen (vietn. Đèo) nach Đà Làt
- Gottesanbeterin sich an meiner Hand festklammert
- Unser Fahrer sich über meine Freundin freut als Sie nach einem Phở Bò Restaurant ruft
Natürlich alles zusammen mit Freundin, Giang und Jule. Heute ist wieder Montag und ein Arbeitstag ist wieder vorbei.
Das sagt Wiktionary übrigens zu Urlaub:
Bedeutung: die vom Arbeitgeber dem abhängig Beschäftigten oder Dienstherrn dem Unterstellten gewährte Freizeit in Höhe von einem oder meist mehreren Werktagen
Herkunft: von erlauben, ursprüngliche Bedeutung also Erlaubnis; ursprünglich ein militärischer Begriff
Dann Danke ich mal meinem Arbeitgeber für die Erlaubnis.
04. November 2009 um 18:28:16 ·
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Vor ein paar Tagen meinte meine Freundin zu mir. Hey, kannst du meinen Helm nicht mit ins Büro nehmen, bei Regen wird der Helm nass, wenn er am Moped am Haken haengt. Ich parke naemlich draussen im Freien neben dem Bürogebaeude. Wenn der Helm nass wird und ich Bine an der Bushaltestelle abhole, dann ist es noch etwas feucht unter der Helmfutter.
Und was macht der nette Freund, heute morgen habe ich in der Tiefgarage geparkt. Dass, ja auch kein Tropfen Wasser den Helm zu Nahe kommt. Nach der Arbeit, schön zur Tiefgarage, die gleich gegenüber vom ANNA Building liegt, spaziert. Moped gesucht und plötzlich sehe ich da einen anderen Helm am Haken haengen. Was! Dachte ich mir. Versicherte mich nochmal am Nummernschild, ob es auch mein motorisiertes Bike ist. Nein, ich habe mich nicht geirrt.
Irgendein netter Moped-Parker, hat den Helm (nicht mal 1 Monat alt) meiner Freundin genommen und mit seinem uralten Helm ausgetauscht. Die gleiche Farbe in weiss, auch einen Streifen in der Mitte, jedoch in Rot und mit Kleeblatt-Motiv. Der große Unterschied liegt nur darin, dass der Helm a) kleiner ist und b) fast auseinander bricht.
Ich so dann zum Park-Waechter: ” Hey, da hat einer mein Helm geklaut und mit seinem ollen Helm ausgetauscht” (natürlich nicht auf Deutsch). Der so: ” Echt! Das passiert hier aber nicht so oft”, nimmt den Helm in die Hand und drückt ein wenig drauf, “Ist doch noch voll gut, ist nicht so schlimm”. Ich lachte und fuhr los in den 1. Bezirk, um Bine abzuholen. Nicht mit leeren Haenden
24. Oktober 2009 um 15:07:41 ·
Abgelegt unter Bilder, Vietnam
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