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Vom realen zum digitalen Tod…

postmortale Datenbeerdigung

Der Tod. Gesellschaftlich wird mit ihm unterschiedlich umgegangen. Manche Kulturen zeigen den Trauer in tagelangem kollektivem Weinen und Feiern. Manche reden um den heißen Brei. Ich taste mich an dieses Thema ganz langsam an, da es recht sensibel ist. Anscheinden zieht der Tod eines Menschen nicht nur real Aufmerksamkeit auf sich sondern auch in diversen Internetforen. Aus Achtung an den Verstorbenen möchte ich nicht auf eine spezielle Gruppe verweisen, die sich wie “Schaulustige” im Forum verewigen. Es wirkt etwas heuchlerisch gar komisch wie der Tod bei manch fremden Menschen veranlasst ein “künstlichen” Trauer erzeugt. Es ist schön und achtenswert, wenn andere Menschen am Trauer der Hinterbliebenen teilnehmen möchten. Es sollte hier nicht abwertend zynisch bewertet werden. Jedoch sollte die Form gewart werden. Der Tod, ein Abschied vom Leben, der Eintritt ins Nirvana, die Wiedergeburt oder Erlösung vom Leben. So wird der reale Tod unterschiedlich gesehen.

Wie wir wissen, folgt nach dem Ableben eines Menschen gewisse Förmlichkeiten, die unumgänglich für die Hinterbliebenen sind. Der Weg zum Amt, Krankenkassen, Arbeitgeber etc. Papierkram der gemacht werden muss. Wie das alles genau passiert weiß ich nicht. In einem Leben hinterlassen wir unzählige Fußspuren, die beim Tod nachzuverfolgen, um die “Dinge” zu klären.

Auch im Internet hintelassen wir Spuren. Wir sind Mitglieder auf zig Portalen. Haben E-Mail Accounts, besitzen Webspace für die eigene Website und chatten über ICQ, Yahoo oder MSN. Was passiert mit den ganzen Accounts im Falle des Todes? Eine Art “postmortale” Datenbeerdigung. Es gibt ja noch nicht ein Dienst, der meinen Tod twittert, wenn man das ganz makaber betrachtet. Sollte es so ein Dienst geben, an dem teilnehmende Unternehmen sich registrieren können. Mit einem “Newsletter” der Hinterbliebenen wäre das Problem, falls es ein Problem darstellt, annähernd gelöst. Da bekommt das Wort “Karteileiche” ein ganz unangenehmen Ton.

Wie sehen die Datenschützer das? Was sagt die Bloggergemeinde dazu? Was sagen die Leser dazu?

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