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Wie die Gesellschaft Amokläufer produziert

In den letzten Tagen habe ich Zeitungsartikel gelesen, Nachrichtensendungen verfolgt und von Talkshows mich berieseln lassen. Stichwort Winnenden.

Großes Trala und der Versuch das Geschehene zu rekapitulieren. Psychologen, Pädagogen und Kriminalisten versammeln sich zum Kaffee in kleiner Runde, diskutieren und nehmen den “Fall Tim K.” auseinander. Wieso der mega Medienrummel um das Tragische? Gesellschaftlicher Trauerprozess in Form von Massenmedien oder Einschaltquoten-Hechlerei? Eine zwiespältiger Blancier-Akt den wir kaum beantworten können. Was unter dem Strich herauskommt ist nichts Neues. Ballerspiele, Waffengesetz und aggressive Jungen. Schießpulver, der Unterschichten-TV Betrachter weiterhin unterbemittelt auf Leine hält. So einfach soll es sein? Regulierung des Waffengesetzes und Regulierung der Computerspiele reicht nicht aus. Hart aber zutreffend zeigt der Text von Björn Grau die “wahre” Realität. Auch im Blog Ami de la Nuit zeigt der Autor andere Perspektiven über das  Thema. Sollte die Aufgabe journalistischer Arbeit sein, Themen aus verschiedenen Standpunkten zu beleuchten? Bisher habe ich das Gefühl, dass diese Aufgabe zum Thema Amoklauf nicht ausreichend geleistet wird.

Ja es sind die armen Opfer, die leiden. Ja es sind die armen Eltern, die leiden. Ja es gibt nachfolgende Arbeit, die zu leisten ist. Je mehr wir darüber sprechen und schreiben (so ich auch) geben wir Trittbrettfahrer eine größere Plattform sich zu “verwirklichen”. Verewigung ihrer Idol auf Titelblättern. Marketing und Word-of-Mouth in schwarzer Form, mit dem Ergebnis das Amokläufer nach ihrem Tod weiter “leben” und Neue produzieren. The Show must go on.

Nachtrag:
Die Eltern sind schuld!!!

1 Comment »

  1. Senf zum Senf zum Amoklauf in Winnenden….

    Wie gut, daß ich keinen Fernseher habe.
    Aber ohnehin sind es die Computerspiele. Mal wieder.

    Übrigens ist, wie ich gelesen habe, der Täter PSYCHISCH KRANK! Depression! Und er hat auch noch Horror……

    Trackback by Ulf - Mehr oder minder täglich Privatkram — 16 March 2009 @ 16:33

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