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Das erste Sommergewitter in Saigon

Und ich dachte diese Hitze bleibt durchgehend bis zum Beginn der Regenzeit an. Früh morgens aufgestanden und wieder mit dem Bus in District 1 gefahren. Leider habe ich anstatt der Linie 18, die Linie 24 genommen. Das habe ich erst an der Endstation bemerkt. Da ich dann nicht wusste wo ich bin, durfte mich ein Taxi an das New World Hotel kutschieren. Dort traf ich Arun, der Bruder eines Arbeitskollegen aus der Französischen Schweiz. Ein angenehmer Geselle, der gerade sein Ph.D in Jura macht.

New World Hotel bei Nacht

So verbrachten wir den ganzen Tag in Saigon. Erkundeten die insgeheime Hauptstadt Vietnams zu Fuß. Entlang am Saigon Fluss über ein Brücke und zurück, währendessen frische Mangos und frischen Saft aus einer geköpften Kokusnuss genossen. Kurzer Stop in einer Sushibar, um die Mittagssonne zu vermeiden. Eine Sushibar, in der vietnamesische Bedienungen dich auf Japanisch begrüßen. Ohne was zu Essen haben wir allen Service erhalten. Erfrischungshandtuch, Zwiebel in Thunfischpaste und kostenlosen Grünen Tee mit Eis. Letzteres wurde ständig aufgefüllt ohne, dass wir was sagten. So verschanden wir ganz schnell, damit das Glas nicht wieder bis zum Rand voll neben einem steht.

Danach ein Abstecher in den Zoo. Da muss ich nach Vietnam gehen, um einen richtig großen Zoo zu erleben. Viele Tiere gibt es da nicht. Nilpferde, Löwen, Tiger eben, das übliche. Schön sind die Gärten. Auffallend waren auch die turtelnden Päarchen, die sich in Pavillions oder auf Granitbänken nieder liesen.

Schnurgeradeaus ging es dann nach dem Zoo weiter in Richtung Notre Dâme und Post Office, die ich schon letzte Woche gesehen hatte. Doch dieses mal mit etwas mehr Zeit. Und da hat auch schon der Regen angefangen. Zu Beginn haben wir uns noch unter dem Eingang der Notre Dâme vor der Nässe geschützt. Bei kleinen Bananen vom Strunk überbrückten wir die Wartezeit. Doch der Regen ließ nicht nach. Wir also weiter zum “Independence Building”, ob es wirklich eins ist, ist wieder eine andere Sache. Angekommen, wurde der Regen heftiger. So stellten wir uns unter und trafen einer blonde Amerikanerin mit Dreadlocks. Der typische Backpacker, offen für die Welt und von null eine Ahnung (letzteres nehme ich nur von ihr an). Nett war das Gespräch trotzdem. Danach war auch Zeit für Essen.

Ich mach es kurz. Spare Ribs & Canh Chua, Tischnachbarn aus der Nähe von Berlin. Nacken und Kopfmassage für 1 Dollar und zurück nach Hause.

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