Quelle: Wikimedia, Christian Mehlführer
Ich knüpfe gleich an den vorhergehenden Artikel. Essen, ja gestern Abend wurde das ganze Projektteam vom Kunden eingeladen, da Christoph und Ich uns mit J.J. (ich lasse ihn mal anonym) ganz gut verstanden, hat er uns auch zum Essen beordert. Nach der Arbeit saßen wir zusammen in einem Restaurant ca. 5 min von der Arbeit weg. 12 Leute waren wir im kleinen VIP Raum eingesperrt. Zögerlich fing es an. In der einen Ecke die vietnamesischen Jungs und auf der Gegenseite die Wessis. Alle tauchten ihre Gesichter tief in die Menukarte und versuchten ein passendes Essen auszuwählen. Die Landsmänner war da ganz schnell. “Em ơi! Đat món nằy cái!” Dabei mit dem Finger auf der Karte das Essen lokalisiert. Nun ist nichts Besonderes, meint ihr. Unser Kunde der schon in einigen Ländern dieser Welt gearbeitet und gelebt hat, ist ein Alles-Probierer. So fragte ich den Kellner, ob er etwas Außergewöhnliches habe.
Gegrillten Leguan. Doch das vietnamesische Wort verstand ich nicht. Und wie erklärt man das am besten? Eine Live-Version lag unten in der Küche, erwähnte der Kellner beiläufig. Ich natürlich gleich in die Runde, ob wir mal sehen wollen, was das wohl sei. 2 Minuten später, et voilà!!! Ein grüner Leguan ca. 60cm lang. Die Entscheidung brauchte nicht lange. Zwei in Salz und Chili mariniert auf den Grill! Okay, das kann für den einen oder anderen auch nicht sehr besonders klingen. Haltet euch fest!
Der Kellner hatte wohl seinen kreativen Tag gehabt. “Möchten Sie gerne das Blut des Leguans mit Schnaps trinken?”, schlug er vor. Uuuuuuui, dachten wir sogar die Einheimischen. Na gut, wenn schon denn schon. In weißen Schnaps verdünntes Leguan-Blut mit Ingwer und so eine grüne Flüssigkeit (auch irgendwas vom Leguan). In kleinen Schnaps Gläsern und runter damit. 1, 2, 3 Proscht!!!
Mal sehen, was es alles noch zu probieren gibt.
P. S.: Damit das Reptil sich auf dem Esstisch nicht so einsam fühlte, gesellten sich vorher noch drei Frösche dazu.




