Heute fand um 17:30 Uhr die Vollversammlung der Fakultät Digitale Medien statt. Bisher gab es nur Vollversammlung der jeweiligen Fachbereiche Medieninformatik und OnlineMedien. Nun konnte man gemeinsam von einander lernen und sehen, was dem anderen gefallen bzw missfallen hat. Grundsätzlich finde ich den Gedanken gut, Studenten mit in die Entwicklung, Verbesserung des Studiums zu involvieren. Jedoch habe ich das Gefühl, dass sich eine Art “Plüchtier-Ecke” in den Reihen der Studenten entsteht. Ja keine Herausforderungen mehr und vieles Vorgekaut auf den Tisch zu bekommen. Wo liegt hier noch die “Selbstständigkeit”, die einem für das Leben vorbereitet? Gerade vom Abitur gekommen, von zu Hause weg und nun? Sollen die Professoren nun Vaterersatz spielen und den Studenten hegen und pflegen? Ich finde, dass es mal wieder Zeit wird mehr durch zugreifen. Diese 68er Mentalität geht mir etwas auf die nerven.
Später bekommt der Student in der Arbeitswelt auch nicht seine Wünsche auf dem Silbertablett serviert. Es muss hart dafür gearbeitet werden und er muss sich durchbeisen lernen.
Manche Professoren sind hier wirklich zu nachgiebig. Zu laissez-fair steht auf dem Tagesplan. Meiner Meinung nach spiegelt es sich später auch in der Qualität der Ausbildung wieder. Und DAS ist nicht Ziel einer Hochschule und ganz besonders nicht eines Studenten.
Es ging heute auch um die gegenwärtige Diskussion der Studiengebühren. Was darf von den Studiengebühren subventioniert werden, was darf angeschafft werden usw. Es wurde ein Rechenschaftsbericht vorgelegt, wohin die Gelder fliesen. Gut zu wissen. Jedoch gibt es in der Fakultät ein Punkt der mich und andere Komilitonen besonders beschäftigt. Es geht um die Kosten für die Skripte. Nun zahlt man 500€ und es ist nicht möglich, die Skripte über die Studiengebühren zu finanzieren. Laut der Fakultät, würde man sich in der illegalen Seite bewegen, wenn Studiengebühren dafür einsetzen würde. Dann wunder man sich, warum die Kopierkosten in die Höhe jagen. Und das Paradoxe dabei ist. Drucker und Toner werden von des Studiengebühren angeschafft. So dass es für mich kein Unterschied macht ob Skripte oder Drucker von unseren Studiengebühren finanziert werden.
Weiterhin stört mich wirklich, dass ein gewisser Professor auf jeder Vollversammlung ein heißes Gespröch entfacht. Jedoch wird auf Seiten von der Fakultät dieser Professor in Schutz genommen. Loyalität hin oder her. Wenn ein Professor seine Arbeit verfehlt, also Wissen zu vermitteln, dann gehört er nicht an eine Hochschule. Ein verzerrtes Selbstbild von seinem Können, ist unerträglich. Mir ist es zu wider, dass solche selbstgefälligen Menschen, es trotzdem schaffen sich in einer solchen Position zu halten. Sogar auf die Jahre hinaus die Karriereleiter hinauf kommen. Und diese Kritik muss ich hier wieder klipp und klar sagen, es wird jedes Semester gefordert gegen diese Inkompetenz etwas zu unternehmen. Jedoch tut man unter seines Gleichen keine Vorwürfe machen, Kritik ausüben oder wie es ein Professor heute gesagt hat, man habe doch keine “Weisungsbefugnis”. Man man, in jeder Wirtschaft hätte dieser narzistische Professor eine Halbwertszeit gegen Null. Aber ein Glück, dass er in die Welt der Wissenschaft flüchten kann. Weg von der harten wirtschaftlichen Realität, wo Konkurrenz noch belebt und den Schwächeren ausmerzt. Toll, dass eine Fakultät so altruistisch veranlagt ist. Ein hoch auf die blinde Loyalität.




