inicio mail me! Abonnieren

Deep Search Vortrag Technology Assessment (TA)

Redner: Claire Lobet-Maris, University of Namur, Co-Direktor der CITA (Cellule Interfacultair de Technology Assessment). Weitere Informationen auf ihrer Profil-Seite des Computer Science Institute der Universität.

Madame Maris hat aus der Sicht der TA, eine Wissenschaft über die Folgen von Technology auf das Leben (Gesellschaft, Wirtschaft etc. ), versucht das Thema Informationsflut und Suchmaschinen zu zeigen. Jedoch war es recht schwer ihr zu folgen, da Sie einerseits ein starken französischen Akzent hatte und bei ihrer Vorstellung gesagt hat, dass “English is not my language” sei. Daraufhin sie sich sehr an ihren Power-Point Folien orientiert hat. Meistens sind diese sehr mit verdichteten Informationen und Fachbegriffen angereichert, dass ich beim Lesen und Zuhören kaum was verstehe. Nun denn, die 20% die ich verstanden habe, werde ich hier nochmals nachvollziehen.

Sie vertritt die Meinung, dass durch Suchmaschinen, wie sie bisher existieren, gewisse Websiten diskriminieren. Indem Ranking auf Basis von Algorithmen (hier nannte sie den PageRank), Website-Inseln entstehen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Doch das Ranking nur auf den PageRank oder die Linkpopularität als solches zu betrachten kann nicht funktionieren. Da

  1. Das Ranking aus verschiedenen Parametern ensteht
  2. Das jeder der Suchmaschinenoptimierung betreibt auch mit geringer Linkpopularität in Nischenbereiche auf die top 10 Liste schafft
  3. Der Qualitätsfaktor von Google eingeführt wurde, der unter anderem von der Geschwindigkeit des Websiteabrufs (gilt angeblich nur für Adwords Landingpages) beeinflusst wird, und auch wahrscheinlich bei den organischen Suchergebnissen Einfluss hat
  4. Eine Diskriminierung von Quellen nicht nur bei Suchmaschinen existiert, sondern auch schon in der traditionellen Literatur

Zu Punkt 4 muss ich daher sagen, dass früher und heute die Popularität, also nicht gleichzusetzen mit der Qualität eines Buches, sich durch Zitate und Aufnahme in die Literaturliste Reputation zu verschaffen. Ein Grund dafür weshalb wissenschaftlichen Leute auf Konferenzen, Vorträgen und Tagungen präsent sind, um von sich und ihren Ideen zu plaudern. Wer die meisten verkauften Bücher hat und die am meisten zitiert wird, gilt als perse als Kompetenz und steht auf der “Top-Rangliste” der Wissenschaftler seines Bereiches. Leute ohne ein großes soziales Netzwerk (Linkpopularität), gehen unter und dessen Bücher verstauben in den Bibliotheken. Dieses Phänomen hat sich CiteUlike als Internetdienst vorgenommen, so dass Quellenverweise Literatur miteinander verbinden und Menschen innerhalb dieser navigieren können.

Daher verursachen Suchmaschinen von heute mangelnde Media Diversity (Medienvielfalt) und soziale Fragmentierung, so Maris. Ein Problem, der hier wieder auftaucht und ich schon bei Paul Duguid erwähnt habe, liegt in der Darstellung der Suchergebnisse. Inwiefern lassen sich Suchergebnislisten non-hierachisch darstellen, um eine neue Navigationsstruktur zu schaffen? Liegt das Problem in der Visualisierung der Information als am Problem des Suchalgorithmus und der Qualitätsbewertung? Die Frage lasse ich hier mal so stehen.

Mehr habe ich leider nicht mehr notieren können. Die nächsten Tage gibt es was von Gerald Reischl über sein Buch “Inside the Google Trap”.

weitere Informationen:
European Technology Assessment Group

Nachtrag 22.11.2008:
Link zu Clair Lobet Maris Video-Aufzeichnung

Keine Kommentare »

Noch nicht kommentiert.

RSS Feed für diese Kommentare TrackBack URL

Kommentiere diesen Artikel.