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Eine Couch in Zürich und schweizer Sympathie

Vor Jahren hatte ich mal von einem Portal gehört, dessen Namen ich vergas. Doch auf der Deep Search Konferenz kam er mir durch eine nette Berlinerin wieder in den Sinn. Couchsurfing! Für das Nachtlager in Zürich hatte ich nun Couchsurfing als Testobjekt genutzt. Was ist das nun genau und wer steckt denn dahinter? Per Anhalter über die Autobahn oder sonstige ähnliche Mentalitäten waren mir vorher nicht sehr bekannt. Da war ich eher kritischer gegenüber, so einen Unbekannten einfach in meinem Auto mitzunehmen oder selbst als Hitch Hiker im “Massenmörder” Wagen mitzufahren. So ein Bild hatte ich gehabt.

Und was ist mit Couchsurfing? Leute lassen wild fremde Besucher in ihrem Hause übernachten. Teilen ihr Bett, Wohnung, Couch, Essen, Dusche und teilweise ihre Freizeit mit den CSlern (CouchSurflern). Das klingt schon sehr nach einer Sekten an. So nannte es auch mein Gastgeber. Aber Leute, ganz im Gegenteil!!!

Hier mein Bericht über Couchsurfing:

Weg zum Gastgeber

Weg zum Gastgeber

Also, nachdem ich in Zürich angekommen bin, war ich erstmal über den Bahnhof begeister. Sehr sauber und mordern möbeliert. Da der Euro noch nicht in der Schweiz angekommen ist, musste ich mir erst mal an einem Automaten Geld wechseln. Mit einem Kurs von Euro/CHF 1:1,55 habe ich etwas Bares in der Hand. Immer gut, wenn man etwas Kleingeld in der Hosentasche hat. So schlenkerte ich mich durch die Straßen von Zürich gegen Norden an der Sihl (ein Fluss) entlang. Es war tierisch kalt und giesig. Mein CS Gastgeber musste noch bis um 18:00 Uhr arbeiten, so vertrieb ich meine Zeit in einem kleinem Café in der Näher seiner Wohnung. Mit einer SMS benachrichtigter er mich, dass er mich dort abholt, wenn er fertig mit der Arbeit ist. Bei einem Tee, Kaffee und einem Bier laß ich die NEON weiter und so kurz nach sechs wachte ich aus der Lese-Trance auf. Zoolopholie und Alternative Automobilantriebe waren wieder schnell aus dem Kopf und da stand er vor mir. Ein Mann Ende dreisig. Unauffällig, sportlich und leicht Grau schon hinter den Ohren. Ich grüßte ihn und folgte ihm aus dem Café. Er kam mit dem Fahrrad von der Arbeit. Umweltbewusst, sportlich und bestätigt mit seinem Zweirad, seinen ersten Eindruck. Ein Mix aus schwitzer-dütsch, italenischer und ein anderer undefinierbarer Akzent, machten ihn recht sympathisch. In der Wohnung angekommen, zeigte er mir erst mal alle Wichtigen Dinge. “Fühl dich einfach wie zu Hause”, so sollte es sein. Da wir beide Hunger hatte, und ich mich als Gast nicht bekochen lassen wollte. Packte ich gleich an und kochte wie in meiner “noch Studenten Zeit” Pasta mit Tomatensoße. Er schaute interessant zu und warf zwischen durch immer ein paar helfende Wörter ein wie “links oben” und “rechts unten”. So dass ich schnell das fand, das ich brauchte.

Schließlich saßen wir am Essenstisch. Aßen, tranken Heineken und fragten einander aus. Natürlich stand ich in der Pflicht als CS Noob meine Absichten in Zürich zu erzählen. Nachdem ich genug von mir erzählt hatte, quetsche ich ihn etwas aus und danach saßen wir satt und mit einem zweiten Bier da. Zwischendurch kochte er Kaffee nach der italienischen schnellen Art (das Ding aus zwei Teilen, das man auf den Herd stellt, Kaffee/Wasser/Dampf und fertig).

So dachte ich mir, klingt der Abend gemütlich aus, doch traf das nicht wirklich ein. Es ging dann noch auf die Piste. Er drückte mir sein Haustürschlüssel in die Hand und meinte “Falls du früher Heim möchtest”. So verließen wir die Wohnung und machten uns auf den Weg ins “El Local”. Es war fantastisch!!!

Am nächsten Tag ging es dann zum Gespräch mit dem Partner meines zukünftigen Arbeitgebers. Hierzu bekommt ihr die Wegeskizze. Bin jetzt zu schreibfaul.

Wegeskizze zur Swiss IT Bridge

Wegeskizze zur Swiss IT Bridge

Fazit: Couchsurfer sind ein interessantes Volk. Buntgemischte Charaktere, denen das anonyme Leben auf den Arsch geht. Schweizer sind gegenüber Deutschen netter als gedacht. Und der Züricher See im Sommer muss super malerisch sein. Der Wechselkurs in von CHF/EUR ist besser.

So und für alle, die mal auch in der Versuchung stehen Couchsurfer kennen zu lernen bzw. Unterkunft von CSler anfragen wollen:

http://www.couchsurfing.com/

Tipp: Profil ausfüllen, nicht à la “cool ich bekomme kostenlos Unterkunft”. Erzähle was über dich. Und sei du selbst.

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