inicio mail me! Abonnieren

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Archiv für June, 2010

Google Street View mit 3D Funktion

Ich dachte es ist ein Blog-Post Wert. Vor ein paar Tagen habe ich per Zufall die 3D-Funktion von Google Street View entdeckt. Front-End-seitig verwendet wird Flash verwendet und was genau im Hintergrund serverseitig passiert, kann man nur raten. Auf jedenfall hier ein kurzes Beispiel anhand des Mbombel Fussball-Stadion Nelspruit. Ganz aktuell zur Fussball-Weltmeisterschaft hat Google da seine Finger auch im Spiel.

  1. Ihr besucht die Google Seite für das Mbombel Station
  2. In der Standardeinstellung seht ihr die normale Ansicht
    Mbombela Stadion Standardansicht
  3. Rechte Maustaste auf das Bild und waehlt aus dem Flash-Plugin Menu “3D mode” aus. Ihr werdet dann die Aenderung sofort sehen sehen. Besonders gut sieht man an den Sitzreihen und der Überdachung.
    Mbombela Stadion in 3D Ansicht
  4. Nun braucht Ihr noch eine 3D-Brille und tata! Eine tiefere Immersion für WM-Zuschauer zu Hause.

Diese Funktion könnt Ihr überall verwenden, wo Google Street View Bilddaten gesammelt hat. Wo es Google Street View Daten gibt, findet ihr auf der Übersicht auf http://www.google.de/help/maps/streetview/where-is-street-view.html . Zoomt (ca. mittlere Zoom-Level) in eine Stadt/Land wie z. B. den Kanarischen Inseln. Nehmt das gelbe Street View Menschen und platziert es irgendwo hin. Werdet schon sehen was passiert und dann kann die Entdeckungstour schon los gehen.

Viel Spass!

Christoph Kolumbus waere sehr neidisch gewesen ;)

Schwiiz, Scrum und Sauwetter

Der Medientamtam um den Sieg der Schweiz gegen Spanien ist hier in Zürich nicht zu übersehen (und zu überhören). Jeden Morgen erscheint das Blaettchen “20-Minuten” und am Abend das Pendant (mir faellt gerade der Namen nicht ein). Ein wenig deutsche BILD in kompaktem Format und lokal Nachricht, bei der territorialen Größe der Schweiz ist “lokal” ein dehnbarer Begriff ;) . Politik und Medien diskutierten vom Verbot privater und öffentlicher “Public Viewings“, meiner Meinung nach das Buuh-Wort seit WM 2006. Und nun nach dem Sieg der Schweizer Nati (schweizer Kurzform für Nationalmannschaft). Ottmar Hitzfeld wird in die höchsten Raengen gehoben. So hoch, dass Titulierungen wie “Gottmar” blasfemische Züge annehmen. Zufall, dass heute in der “Sonntag” Zeitung ein Artikel über Ottmar’s Bezug zur christlichen Religion erschien. Für einen Fussball-Nichtkenner wie mich, ist die WM immer wieder ein Phaenomen, das zeigt, wie Interessen polarisieren und zusammen bringen können. Sport, Kampf- und Teamgeist. Zeitweilig und danach wieder zurück in den Alltag. Waehrend dem 4-wöchigen Kick-Event, werden bei Toren der unbekannte Nebenmann am Biertisch herzlich umarmt. Danach wird der Unbekannte, weil unbekannt, kritisch beaeugelt. Von Leidenschaft und gemeinsamen Interesse keine Spur mehr. Ach ja, haette man doch 365 Tage WM, da haette man bei manch vergangenen Konflikten noch ein sportliches Auge zugedrückt.

Ja um Teamgeist und Konfliktlösungen geht es auch bei Scrum. Am Montag habe ich die Ehre Herrn Jeff Sutherland kennen zu lernen. Eigentlich wollte ich nach Singapur zu Bas Vodde, jedoch durch den Schweizaufenthalt liegt Thalwil doch etwas naeher zu Zürich als Saigon und Singapur. Habe ich eigentlich schon erwaehnt, dass Google Streetview auf einem SmartPhone der Hammer ist! Echt gut, wenn man die Gegend nicht kennt und vorab virtuell inspiziert. Üblicherweise verlaufe ich mich gerne, doch nun mit einer 360-Grad Begehung ist ein Verlaufen kaum möglich.


Größere Kartenansicht
Das linke pinke Gebaeude ist Scrum Master Kurs Gastgeber. Hotel Alexander am Zürich See.

Im Entwicklungszentrum verwenden wir schon Scrum-Elemente. Mein jetztiger Arbeitgeber möchte noch mehr Scrum in alle Prozesse einbauen, daher habe ich das Vergnügen am kommenden Montag und Dienstag an einem “Scrum Master Kurs” teilzunehmen. Danach darf ich mich als Certified Scrum Master schimpfen. Hut ab für meinen schweizer Arbeitgeber. In diesem Sinne “Hopp! Schwiiz!”

Sauwetter, weil es gerade popokalt ist und viel Nass von oben kommt. Daher freue ich mich auf naechste Woche, wenn es heisst. Schwiiz ade und guete Vietnam.

Feines Süschi in Züri?

Wer mich kennt, weiss, dass Gaumenfüllen mit Nahrung zu meinen Hobbys gehört. Sushi, in Deutschland zur Schulzeit, Ausbilundgzeit und Studium nicht zu leisten. An einer Hand abzaehlbar mal in Frankfurt ein Maki, in Wien ein Rolle und das warst auf europaeischen Boden (neben den selbstgemachten von meiner Schwester). In Saigons erster Distrikt befinden sich zahlreichen japanische Delikatessen-Restaurants. Die Menge an Sushi, Soja Soße, Wasabi und Ingwer ist nur noch durch Reis zu toppen.

Nach knapp eineinhalb Wochen in Zürich und Genuss von bleischweren Gerichten, zur Abwechslung eine Sushi-Kost im Laomai Restaurant “Fine Asian Cuisine”. Das Laomai Restaurant befindet sich Gegenüber vom Süd-Eingang des Hauptbahnhofs, das Restaurant winkte mir mit seiner Flagge, mit der japanischen tiefroten Sonne, zu und weckte meinen Appetit auf Sushi. Also dann, Süschi in Züri.

Hier mein privater Mystery Shopping Bericht über das Laomai (Lao heisst übrigens auf Vietnamesisch “Alt” und Mai hat mehrere Bedeutungen, ohne Intonation-Symbole schlecht zu bestimmen.):

“Fine Asian Cusine” kündigt schon mal an, was mich erwartet. Feines Ambiente, das feine asiatischen Küche anbietet. Der Altbau hat zwei Stockwerke. Ich suche am Eingang nach dem Sushi-Menü, erfolglos betrete ich dann doch das Restaurant. Mhhh… auch keine Sushi-Theke zu sehen. Ich erkundigte mich bei der Kassiererin hinter der Theke, die (nicht die Kassiererin) aussah, als stehe man vor einer fettigen Imbissbude auf Raedern. “Fine” ist es auf dem ersten Blick nicht. Aber lassen wir den Schein nicht trügen und ich freue mich auf ein hoffentlich feine Sushi-Auswahl.

Die Imbiss-Budendame weist mir den Weg über die Treppe zum Sushi-Restaurant. Auf der zweiten Essenseben treffe ich auf eine zweite asiatische Kassiererin. Jünger, dunklerer Teint mit einem körperbetonten asiatischen Abendkleid, halblang mit typischem chinesischer Halskragen. Begrüsst wurde ich erstmal nicht. Ein einsames Date ist wohl nicht so üblich hier, dachte ich mir. Ich sehe schon ihre grauen Zellen arbeiten: “Japaner, Chinese, Koreaner oder was ist das für ein Landsmann?”. In Vietnam werde ich von meinen Landsmaennern meisten als Japaner oder Koreaner abgestempelt. Liegt wohl an der Frisur und meiner Korpergröße. Nun, die Kassiererin wusste nicht in welcher Sprache ich ansprechbar bin, so ergreift ihr Kollege ein. Zuerst mit seiner Gestik und dann mit seinen Worten, indem er den Zeigefinger streckt und “one person?” zögerlich fragt. Englisch ist eben doch eine internationale Sprache, auch unter Asiaten ;)

Ich beschloss für mich beim Englisch zu bleiben, um die üblichen Fragen :”Oh, warum sprechen Sie so gut Deutsch?” zu vermeiden. “One Kirin Beer, please!”, rief ich ihm zu, nachdem er mich nach meiner Getraenkebestellung fragte.  Ein Bier aus Japan mit dem Zusatz  “Japan’s Prime Beer” auf dem Flaschenetikett. Waehrend er das Bier aus dem Kühlschrank holt, studiere ich die Sushi-Karte. Maki, Sashimi, Negiri und Temaki… Ich entscheide mich für Uramaki “Spicy Thuna Akami” und “Negi Toro Maki”. Bis meine Sushi-Rollen serviert werden, habe ich Zeit die Raeumlichkeiten zu beobachten. Ein Englischer Oldie im Hintergrund begleiten meinen Blick über das Restaurant. Die westliche Musik laesst den den asiatischen Touch vermissen. Wenn ich mir vorstelle, in Saigon spiele man vietnamesische Folklore im deutschen Restaurant Gartenstadt, da muss ich ein wenig schmunzeln. Das Interieur zeigt noch weniger japanische Züge. Die einzige Dekoration, eine Flasche Soja Soße, laesst anmerken, dass ich mich in einem Sushi-Restaurant befinde. Trotz fehlendem japanischen Flair, scheint die Innendekoration “fine” zu sein. Doch der zweite Blick auf die Staebchenverpackung (Wie heisst das Ding eigentich wirklich? Staebchenpapierhülle, Papierpraeservativ für Staebchen, Staebchensack…) laesst das Restaurant doch nicht “fein” scheinen. “Fast-Fresh-Friendly” schreit es wie die rote Elektronikhandel Discounter Werbung.

Endlich kommt meine Sushi-Rollen. Das Auge ist mit, doch wie ich schon sagte, Schein ist nicht immer Sein. Viel Wasabi wie ich es gerne habe, für scharfe Schüsse in den Kopf. Verwöhnt durch den frischen Sushi in Vietnam, überrascht eine latschige Reiskonsistenz meinen Gaumen. Die Bissfestigkeit des Reises (jap. Kome, Ketan oder Nigishi) ist wohl eher für die dritten Zaehne gedacht. Aber da hat der Koch als Gegenmaßnahme, anstatt trocknem Seetang (jap. Nori) Blaettern, Kautschuk-Blaetter verwendet. Bedauerlicherweise gibt es kein kostenloses kleines Amuse-Bouche, wie ich es aus all den Sushi-Restaurants in HCMC kenne. Wie z.B. die Misosuppe, die es im Laomai nur zum Montagabend Special für 56 CHF gibt.

Das letzte Stück Uramaki rutscht mit Soja Soße geschmiert meine Kehle herunter, nach den ungewohnten Gerichten wie Dürum, Pide, Pizza, riesen Cordon-Bleu und Kantinen-Futter, eine leichte Abwechslung. Waehrend ich meine Notizen in meinem verstaubten Moleskine mache, raeumt der Kellner den Tisch ab und blickt waehrenddessen über meine Schulter tief in meine handschriftlichen Anmerkungen. Es blickten auch schon die anderen Leute im Raum und fragten sich schon, was der Mönchskopf da wohl macht. Der Tisch gegenüber von ist besetzt mit drei Personen. Zwei Asiaten und ein Europid. Letztere spricht Englisch mit einem französischen Akzent. Die beiden anderen sprechen untereinander in Schweizer-Deutsch (nochmal angemerkt beide Asiaten), doch mit dem Europiden in Englisch. Das Gesicht des asiatische Kollege hat nach einem Glas Sapporo Bier, die Hautfarbe nach einem Sonnenbrand dritten Grades.

So jetzt aber Schluss und zurück ins Hotel. Morgen ist wieder Aermel hochkraemplen angesagt. In die Tastaturen gehauen. Essen ist auch Arbeit. In diesem Sinne Mahlzeit.

Der letzte Schluck Kirin Bier.