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Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.
Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.
Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.
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Einträge der Kategorie Gedanken
20. June 2010
Der Medientamtam um den Sieg der Schweiz gegen Spanien ist hier in Zürich nicht zu übersehen (und zu überhören). Jeden Morgen erscheint das Blaettchen “20-Minuten” und am Abend das Pendant (mir faellt gerade der Namen nicht ein). Ein wenig deutsche BILD in kompaktem Format und lokal Nachricht, bei der territorialen Größe der Schweiz ist “lokal” ein dehnbarer Begriff
. Politik und Medien diskutierten vom Verbot privater und öffentlicher “Public Viewings“, meiner Meinung nach das Buuh-Wort seit WM 2006. Und nun nach dem Sieg der Schweizer Nati (schweizer Kurzform für Nationalmannschaft). Ottmar Hitzfeld wird in die höchsten Raengen gehoben. So hoch, dass Titulierungen wie “Gottmar” blasfemische Züge annehmen. Zufall, dass heute in der “Sonntag” Zeitung ein Artikel über Ottmar’s Bezug zur christlichen Religion erschien. Für einen Fussball-Nichtkenner wie mich, ist die WM immer wieder ein Phaenomen, das zeigt, wie Interessen polarisieren und zusammen bringen können. Sport, Kampf- und Teamgeist. Zeitweilig und danach wieder zurück in den Alltag. Waehrend dem 4-wöchigen Kick-Event, werden bei Toren der unbekannte Nebenmann am Biertisch herzlich umarmt. Danach wird der Unbekannte, weil unbekannt, kritisch beaeugelt. Von Leidenschaft und gemeinsamen Interesse keine Spur mehr. Ach ja, haette man doch 365 Tage WM, da haette man bei manch vergangenen Konflikten noch ein sportliches Auge zugedrückt.
Ja um Teamgeist und Konfliktlösungen geht es auch bei Scrum. Am Montag habe ich die Ehre Herrn Jeff Sutherland kennen zu lernen. Eigentlich wollte ich nach Singapur zu Bas Vodde, jedoch durch den Schweizaufenthalt liegt Thalwil doch etwas naeher zu Zürich als Saigon und Singapur. Habe ich eigentlich schon erwaehnt, dass Google Streetview auf einem SmartPhone der Hammer ist! Echt gut, wenn man die Gegend nicht kennt und vorab virtuell inspiziert. Üblicherweise verlaufe ich mich gerne, doch nun mit einer 360-Grad Begehung ist ein Verlaufen kaum möglich.
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Das linke pinke Gebaeude ist Scrum Master Kurs Gastgeber. Hotel Alexander am Zürich See.
Im Entwicklungszentrum verwenden wir schon Scrum-Elemente. Mein jetztiger Arbeitgeber möchte noch mehr Scrum in alle Prozesse einbauen, daher habe ich das Vergnügen am kommenden Montag und Dienstag an einem “Scrum Master Kurs” teilzunehmen. Danach darf ich mich als Certified Scrum Master schimpfen. Hut ab für meinen schweizer Arbeitgeber. In diesem Sinne “Hopp! Schwiiz!”
Sauwetter, weil es gerade popokalt ist und viel Nass von oben kommt. Daher freue ich mich auf naechste Woche, wenn es heisst. Schwiiz ade und guete Vietnam.
26. May 2010
Eine Bank wird von 5 Banditen überfallen. Der erste geht hinein und nimmt die Hälfte aller Diamanten und zwei zusätzliche Diamanten steckt er sich in die eigene Hosentasche. Der zweite geht auch in die Bank und nimmt wieder die Hälfte und steckt sich ebenfalls zwei Diamanten zusätzlich in die eigene Tasche. Der dritte und vierte Bandit verfahren gleich. Der letzte fünfte Bandit bekommt nix. Kein einziger Diamant für den armen Kerl.
Wieviele Diamanten gab es am Anfang zu rauben?
21. April 2010
… keine Lebensgemeinschaft. Aus diesem Grund haben wir vor 6 wochen entschieden aus dem Miethaus der Firma auszuziehen. Wie sucht man also hier in Vietnam nach einer Mietwohnung bzw. Miethaus? Es gibt 3 Möglichkeiten:
- Auf eigener Fauss ohne Plan drauf los fahren mit der Annahme, dass das Glück einem zu Schildern mit der Aufschrift “zu vermieten” führt.
- Man sucht sich einen ortskundigen Makler in seiner Gegend aus.
- Man sucht wie jeder andere heutzutage im Internet. (was bei Immobilien in Vietnam noch nicht normal ist, sondern 1 oder 2 eher in Frage kommt)
Unser ersten Gehversuche lernten wir durch Möglichkeit 3. Jedoch fanden wir schnell heraus, dass bei all den Objekten, die wir uns aussuchten, irgendein halbwissender Makler dahinter steckte. Unser Ziel war gewesen, mindestens 2-3 Apartments zu begutachten, um uns erst mal Überlick über Zustand und Kosten zu erhalten. Bei der ersten Maklerin, hatten wir insgesamt 2 Wohnblöcke besichtigen können. Jedoch blieb es nur bei einem. Weshalb? Hier die Kurzgeschichte:
Wir saßen am nach Abwasser wohlriechenden Fluss und tranken in der spaeten Mittagssonne das neue Tiger Crystal. Ja auch hier ist Bier in Gold, Silber und Light à la Becks Gold angekommen. Etwas leichter und süffiger im Geschmack und fliesst schneller die Gurgel herunter. Dazu einen kleinen Snack “Bò lúc lac khoai tây chiên” und gekochten Mini-Eiern (fragt nicht was das für welche sind), haben wir auf einen Kumpel von Dương gewartet – der uns bei der Besichtigung begleitet hatte. Glücklicherweise ist er in der Gegend aufgewachsen und konnte uns vorab schon einige Tipps geben. Diese Tipps begrenzten sich auf :”Ne, lasst mal, wohnt lieber nicht hier, es ist zu gefaehrlich in dieser Ecke!”. Ich bin kein Freund von Angstmacherei, doch nachdem er es wirklich einige male versucht hatte uns abzuraten, war die Apartment Besichtigung des Phu My Wohnblock nur noch pro forma.
Nach einer Fahrt durch Irrgassen (Gibt es eigentlich ein deutsches Wort für einen Weg, der noch kleiner ist als eine Gasse?), trafen wir auf das Phu My. Die Maklerin hat schon auf uns gewartet. Auf dem Weg zum Fahrstuhl warfen wir kritische Blicke auf die Umgebung des Wohngebietes und die Außenschale des Gebaeudes. Verglichen zu den Wellblechhütten, die es hier in HCMC tausendfach gibt, ist Phu My gar nicht so schlecht.
Die unangenehme Totenstille im Fahrstühlen, ist keine kulturelle Eigenart der Deutschen, sondern ganz klar ein interkultureller Habitus, seit dem Fahrstühle erfunden wurden. Ausgestiegen aus dem von der Morgen- und Mittagssonne aufgeheizten Fahrstuhl, stoppten wir vor eine Wohnungstür, die mit einer zusaetzlichen Sicherheitsschiebetür ausgestattet ist. Doppeltgemoppelt haelt wohl besser. Die Maklerin klingelte und es dauerte ein bis zwei Minuten, bis jemand die Tür aufschloss. Ein Schatten huschte im Türschlitz hin und her, es knackst und man hört den Schlüssel sich zweimal drehen. Ein aeltere Damen mitte Vierzig öffnete uns die Türen. Ihr Blick verraet uns, dass sie keine Auslaender erwartet hatte. Uns kam der Geruch von kaltem Rauch entgegen, was uns den starken Zigarettenkonsum des Vormieters verraet. Die Entscheidung war schnell gefallen, Nein. Nicht nur die Wohnung stinkte, sondern auch der Preis. 550 USD für ein Wohnung, in der wahrscheinlich in dem verschlossenen Zimmer eine alte Oma vor sich hinvegetierte, eine Annahme die wir machten, da uns das Zimmer nicht zur Begutachtung aufgeschlossen wurde, überzeugte uns nicht sehr. Zudem waren wir schon durch den Ratschlag des Kumpels voreingenommen.
Der Abschied viel uns nicht schwer und so zogen wir los, auf zum naechsten Wohnblock. Halbwissender Makler, hatte ich oben geschrieben. Auf diese Maklerin trifft eher wissenslos zu. Begründet durch die Tatsache, dass sie einen Fahrer, brauchte, der ihr den Weg zum naechsten Wohnblock zeigte und sie kutschierte. Zudem wusste sie nicht mal wo sich das Apartment in dem Wohnblock befand. Aber soweit kamen wir nicht. Warum?
Angekommen am Wohnblock, trafen wir erstmal auf einen langen Motorbike Parkplatz, der sich direkt vor dem Eingang befand. Nun standen wir wieder vor einem Fahrstuhl, nur unterscheidet sich dieser mit dem Vorhergenden, dass er in ein Wohnhaus installiert ist, das mal grundsaniert werden sollte. Zusaetzlich noch eine Art Mafia, vor dem Eingang des Hauses herum lungerte. Diese drei Genossen, passten auf, dass ja keiner den Fahrstuhl kostenlos benutzen darf. Genau, ihr lest richtig “kostenlos”. 1000 VND, sollte es pro Kopf kosten. Ich lachte nur und drehte mich schnurstracks um. Zielgerade in die Richtung aus der wir gekommen sind. Um die Logik nochmals nachzuvoll ziehen, wir ziehen da ein, bezahlen Miete für eine Wohnung, die sich in diesem Objekt befindet. Um in die Wohnung zu gelangen, benutzt man ein Fahrstuhl, der nun nochmals was kostet. Pro Person! Ja klar, logisch machen wir doch Frau Maklerin. Ein Dankeswort und sie sah nur noch unserer Staubwolke nach.
Wie wir zu unserem jetztigen Apartment gekommen sind, erfahrt ihr im naechsten Beitrag.
In diesem Sinne gut gewohnt ist halb gelebt.
Ein Bild zum Vorgeschmack:

Nachtsicht und -Blick auf Saigon in Richtung Nord-Westen. Vom Balkon unserer neuen Wohnung.
30. September 2009
Ich sitze gerade im Büro. Draußen regnet es “Katzen und Hunde” – wie die Engländer es zu pflegen sagen. Schaue ich durch das geperlte Fenster, sehe ich wie Motorbikes sich unter der schützende Brücke zu einer Menschentraube zusammenraffen. Noch 4 Kollegen sitzen im klimatisierten Großraum-Büro und warten auf das baldige Regen-Ende.
Mein Husten ist nach 4 Tagen immer noch nicht weg. Nein, kein H1N1! Wer das glaubt, lässt sich mal durch maddox-mission’s Artikel kurieren.
You never really know when they’re going to hit, so you might as well let go and stop being such a scared pussy all the time. (Maddoxx, besucht 30.09.2009)
In diesem Sinne. Gesundheit!!!

Cough me if you can
02. September 2009
Als Wiedervereinigungstag, Unabhängigkeitstag gefeiert. Ob von den Franzosen befreit oder von den Nord-Vietnamesen eingenommen. Jede Medaille hat zwei Seiten. So greift Spiegel-Online dieses Thema mit dem Titel “40. Todes Tag Ho Tschi-minh” auf. Am Ende des Artikels wird folgende Bemerkung gemacht:
Die ist die leicht überarbeitete Fassung eines Textes aus Michael Sontheimers Buch “Im Schatten des Friedens. Ein Bericht aus Vietnam und Kamputschea”, Berlin 1989.
Die Betonung liegt wohl auf leicht. Wo war der redaktionelle Beitrag, auch wenn er nur leicht überarbeitet wurde. Die vietnamesische Schreibweise für Namen ist völlig daneben. Auch der Name von Ho Chi Minh ist nicht richtig. Ein Blick auf die Landkarte hätte gereicht. Der Text ist inhaltlich einseitig dargestellt, sowohl historisch als auch faktisch. Nicht, dass ich hier mich als Historiker darstellen möchte, aber das erinnert mich an eine Person, die einen Süd-Vietnamesen auf der Straße kennengelernt hat und diesen feiert, weil er gegen die Amerikaner gewonnen hat. Ignoranz ist keine Schande, aber Respekt gegenüber anderen (Boat-People, Flüchtlinge, Vertriebene, etc.) sollte in so einem Artikel berücksichtigt werden.
Und ja, der heutige Tag ist kein besonderer hier in Vietnam. Es hängen viele die Fahnen draußen. Manche Geschäfte haben geschlossen. Aber trotzdem ist es eigentlich ein Tag wie jeder anderer. Nur habe ich heute frei.
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