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Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Einträge der Kategorie Konferenzen

E-Day – “total vernetzt”

Seit der letzten DeepSeach Konferenz sind jetzt fast drei Monate passiert. Wien hat schon einiges Interessantes anzubieten. So wird von der Wirtschaftskammer der zehnte E-Day angeboten. Unter dem Motto “total vernetzt” spiegelt sich das Programm auch wider. Mal sehen ob es ein Bullshit-Bingo Tag oder unterhaltsames Power-Point Karaoke wird. Die Sprecher können sich schon mal mit großen Namen zieren wie XING, Microsoft, Nokia uvm.

Und in die Hofburg wollte ich schon immer ein Blick werfen. Gut das der E-Day dort veranstaltet wird. Zwischen Pferden, Prunk und Präsentationen wird das sicher ein schöner Tag.

Wann? 5.03.2009
Wo? Wiener Hofburg
Uhrzeit? 9:15 Uhr Eröffnung

FuCamp Update

Seit dem letzten Artikel sind es jetzt genau 2 Monate und 2 Tage vergangen. Was ist bisher so passiert? Ein kleiner Rückblick.

Wir sind im Orga-Team gewachsen. Von ursprünglichen 2 Studenten und einem Prof sind wir jetzt, mal überlegen… ca. 10 Studenten.

Zu Sponsoren habe ich leider noch nix gehört. Also hier mein lauter Ruf ins Internet. Wer möchte für das FuCamp als Sponsor auftreten?

Eine Domain (www.fucamp.de) habe ich für das FuCamp registiert.  Doch leitet diese erst mal auf die mixxt Seite.

Ein Twitter Account haben wir eingerichtet. Erreichbar unter @fucamp.
Aktuell haben wir 74 Mitglieder in der Mixxt FuCamp Seite.

Und was ganz toll ist. Wir können schon 50 kostenlose Hotelzimmer für externe FuCamp-Besucher anbieten. An wen Ihr euch wenden müsst, findet ihr auf er Seite. So lange der Vorrat reicht!!! Ebenso versuchen wir eine Kinderbetreuung für Mütter und Väter anzubieten. Jedoch brauchen wir da Angaben von Euch, ob ihr welche benötigt, um den Sponsor rechtzeitig anzusprechen, damit wir das planen können.

Plakate und Flyer wurde für das FuCamp erstellt. Von Fry wurden die Banner erstellt. Danke Fry!!! Also schön nutzen und verlinken.

Flyer und Plakat FuCamp

Plakat und Flyer für das FuCamp

Falls jemand Werbung auf anderen BarCamps oder Hochschulen machen möchte, kann er gerne uns Bescheid geben, damit wir die Druckdaten zuschicken.

Deep Search Videos sind online

Danke an Theo Röhle für den Ping Back. So habe ich erfahren, dass die Videos der Konferenz “Deep Search” online sind. Für alle, die sich dafür interessieren, was Konrad Becker & Co organisiert haben. Die Vorträge sind alle in Englisch und recht lange. Also am besten runterladen und mal in Ruhe anschauen, wenn ihr Zeit habt. Da fällt mir ein, ich wollte doch noch über die anderen Vorträge berichten. Aber dazu sollte ich noch das Buch von Gerald Reischl lesen, sollte ich?

Die passenden Videos sind nun auch in meinen Berichten eingebettet.

zu den Deep Search Videos

Oder direkt die einzelnen Vorträge hier aufrufen:

  1. Paul Duguid The World According to Grep
  2. Claire Lobet Maris From Trust to Tracks
  3. Gerald Reischl Inside the Google Trap?
  4. Joris van Hoboken Search Engines and Digital Civil Rights
  5. Theo Röhle Dissecting the Gatekeepers
  6. Bernhard Rieder Democratizing Search
  7. Richard Rogers Deep Methods for the Info-Political Study of Search Engines
  8. Gon Zifroni & Tsilla Hassine Multipolar Search
  9. Diskussionsrunde

zu jedem Online Video gibt es auch noch ein Frage & Antwort Video. Die Diskussionsrunde ist in zwei Videos aufgeteilt.

Deep Search Vortrag Technology Assessment (TA)

Redner: Claire Lobet-Maris, University of Namur, Co-Direktor der CITA (Cellule Interfacultair de Technology Assessment). Weitere Informationen auf ihrer Profil-Seite des Computer Science Institute der Universität.

Madame Maris hat aus der Sicht der TA, eine Wissenschaft über die Folgen von Technology auf das Leben (Gesellschaft, Wirtschaft etc. ), versucht das Thema Informationsflut und Suchmaschinen zu zeigen. Jedoch war es recht schwer ihr zu folgen, da Sie einerseits ein starken französischen Akzent hatte und bei ihrer Vorstellung gesagt hat, dass “English is not my language” sei. Daraufhin sie sich sehr an ihren Power-Point Folien orientiert hat. Meistens sind diese sehr mit verdichteten Informationen und Fachbegriffen angereichert, dass ich beim Lesen und Zuhören kaum was verstehe. Nun denn, die 20% die ich verstanden habe, werde ich hier nochmals nachvollziehen.

Sie vertritt die Meinung, dass durch Suchmaschinen, wie sie bisher existieren, gewisse Websiten diskriminieren. Indem Ranking auf Basis von Algorithmen (hier nannte sie den PageRank), Website-Inseln entstehen, die von der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Doch das Ranking nur auf den PageRank oder die Linkpopularität als solches zu betrachten kann nicht funktionieren. Da

  1. Das Ranking aus verschiedenen Parametern ensteht
  2. Das jeder der Suchmaschinenoptimierung betreibt auch mit geringer Linkpopularität in Nischenbereiche auf die top 10 Liste schafft
  3. Der Qualitätsfaktor von Google eingeführt wurde, der unter anderem von der Geschwindigkeit des Websiteabrufs (gilt angeblich nur für Adwords Landingpages) beeinflusst wird, und auch wahrscheinlich bei den organischen Suchergebnissen Einfluss hat
  4. Eine Diskriminierung von Quellen nicht nur bei Suchmaschinen existiert, sondern auch schon in der traditionellen Literatur

Zu Punkt 4 muss ich daher sagen, dass früher und heute die Popularität, also nicht gleichzusetzen mit der Qualität eines Buches, sich durch Zitate und Aufnahme in die Literaturliste Reputation zu verschaffen. Ein Grund dafür weshalb wissenschaftlichen Leute auf Konferenzen, Vorträgen und Tagungen präsent sind, um von sich und ihren Ideen zu plaudern. Wer die meisten verkauften Bücher hat und die am meisten zitiert wird, gilt als perse als Kompetenz und steht auf der “Top-Rangliste” der Wissenschaftler seines Bereiches. Leute ohne ein großes soziales Netzwerk (Linkpopularität), gehen unter und dessen Bücher verstauben in den Bibliotheken. Dieses Phänomen hat sich CiteUlike als Internetdienst vorgenommen, so dass Quellenverweise Literatur miteinander verbinden und Menschen innerhalb dieser navigieren können.

Daher verursachen Suchmaschinen von heute mangelnde Media Diversity (Medienvielfalt) und soziale Fragmentierung, so Maris. Ein Problem, der hier wieder auftaucht und ich schon bei Paul Duguid erwähnt habe, liegt in der Darstellung der Suchergebnisse. Inwiefern lassen sich Suchergebnislisten non-hierachisch darstellen, um eine neue Navigationsstruktur zu schaffen? Liegt das Problem in der Visualisierung der Information als am Problem des Suchalgorithmus und der Qualitätsbewertung? Die Frage lasse ich hier mal so stehen.

Mehr habe ich leider nicht mehr notieren können. Die nächsten Tage gibt es was von Gerald Reischl über sein Buch “Inside the Google Trap”.

weitere Informationen:
European Technology Assessment Group

Nachtrag 22.11.2008:
Link zu Clair Lobet Maris Video-Aufzeichnung

World Information Institute “Deep Search” Bericht 2008

Zahlreicher Input, knapp 6 Seiten Notizen, eine Nacht ohne Schlaf…

Grund dafür war die Konferenz Deep Search veranstaltet vom World Information Institute. Dann starte ich schon gleich mal mit dem Keynote Speaker Paul Duguid (Berkeley, California). Kurze Hintergrundinformationen zu Paul.

In einer rasenden Geschwindigkeit flog er über die Geschichte der “Suche” nach Informationen. Wie haben die Menschen die Zeit vor Christus und nach Christus Informationen gespeichert und nach Informationen gesucht. Bis natürlich in die Gegenwart, die Zeit der Suchmaschinen und dem Web als digitales Informationsgedächtnis. Es wurde das Suchtool Grep und IStor genannt, jedoch habe ich keine Links dazu oder genaueren Informationen. Grep als Linux Befehl oder dem Windows Grep Tool um Dokumente, Ordner zu durchsuchen, leider war das unklar. Istor sei eine Plattform, um wissenschaftliche Informationen zu suchen.

Notiert habe ich mir Anmerkungen wie:

“Every generation claim to be the first generation which have to overcome the information problem, the first generation which does’nt claim will be the first” (sinngemäß)

Er nannte das Jahr 1925 als Zeitpunkt, in dem “world information changed its sense” von Quantität zu Qualität. Also bedeutet das, dass vor 1925 noch nicht eine wirkliche Infragestellung von der Qualität der Information in der Gesellschaft existierte. Denn nach der Erfindung des Buchdruckes war die Menge an gedruckten, also auch kopierten Büchern, ein Hinweis dafür, dass es sich um eine verlässliche Quelle handelt musste. “The Amount of Copies was an issue of Reliablity” (sinngemäß). Dabei machte er die Anmerkung über die fehlende kritische Urteilsfähigkeit in Google Books. Also woher sollte der Sucher nach Informationen bei Google Books wissen, dass es sich um ein “gutes” oder “schlechtes” Buch handelt. Doch sehe ich das heute eigentlich nicht so. Es gibt die Möglichkeit der “Recitations” über ein Buch direkt auf Google Books zu hinterlassen. Ebenso haben Bücher, die ich bisher gefunden habe, eine Literaturnachweis oder ich bin über “analoge” Bücher auf sekundär Literatur gestoßen, die ich dann in Google Books gesucht habe. Also kann man das so nicht pauschal sagen. In einem Punkt muss ich ihm Recht geben. Die lineare Suchergebnisliste stellte eine Priorisierung der Ergebnisse dar, so dass – wie auch in den normalen Suchergebnissen – das erste Buchergebnis als Bestes anzunehmen sei. Dieses Problem, der visuellen Darstellung von Suchergebnissen wird auch von Gon Zifroni und Tsila Hassine in der Konferenz erwähnt.

Laut Duguid existierten Informationen immer in einem Zirkel, den Zirkel der Wissenschaft, des Interessensgebietes oder einem eigenen Hobby. Um Zugang zu diesem Zirkel zu haben, mussten man in diesen Zirkeln hineintreten und kann dort beginnen zu suchen. Heute sind wir frei von Zirkeln. Browser auf machen, ins Suchfeld etwas eintragen und schon hat man etwas gesucht.

Human are good in get ridding of constraints out of resources” (sinngemäß). Das bedeutet, dass Menschen Beschränkungen gut beseitigen können. In Bezug auf Informationen, wurde das Beispiel mit Zeitungen genannt. 1908 wurde gesagt, dass es wohl unmöglich sei Informationen einer Zeitung herauszunehmen (Beschränkung). Doch heute wissen wir das es geht.

An einer Konferenz ist es oft schwierig, mit dem Redner direkt zu sprechen. Sicher, es gibt die Möglichkeit am Ende das Frage- Antwortspiel doch wird aufgrund von Zeitmangel nicht mehr gefragt oder man denkt, dass seine Fragen unpassend sind. Duguid hat den Punkt Openness erwähnt, dessen Konzepte wir heute als Open Source, freier Zugang zu Informationen oder Wikipedia kennen. Er sagt, dass es zwei Bewegungen geben wird.

  1. closed to science (Hiermit ist gemeint, dass nur jahrhundertalte Wissenschaft Anspruch auf Qualität hat)
  2. go open (Information für alle von allen)

Warum geht nicht beides zusammen? Das sehen wir doch an der Kooperation von Flickr mit einigen Bibliotheken wie der Größten Library of Congress, dass die Weisheit der Masse nutzt, um ihre digitales Bildmaterial mit Metadaten anzureichern. Wissenschaft nutzt freie Kanäle.

Im Zusammenhang mit freier Information, kam natürlich Wikipedia mit ins Gespräch. Dabei wurde auf der Punkt “Truth of Source” angesprochen. Die Masse als Kollektive Intelligenz, so dass Wikipedia als vertrauenwürdige, wahrheitswürdige Quelle dient? Die Diskussion über die Zitierfähigkeit von Wikipedia wurde schon in meinem Artikel und dem Blog histNet angesprochen. Duguid machte dabei ein Vergleich, den ich sehr in Frage stelle. Wikipedia wird oft mit der Entwicklung von Open Source Software verglichen. Jedoch sagt Duguid dass, beim schreiben eines “Codes” und dem schreiben eines Artikels ein wesentlicher Unterschied vorliegt. Wenn der Code nicht valide ist, dann schreit der Compiler. Bei einem Artikel hingegen, wird dieser jedoch nicht überprüft. Hierbei heißt er den deutschen Wikipedia Ansatz der Qualitätsüberprüfung durch freie Editoren willkommen. Doch der Vergleich hinkt doch total. Text basiert auf Sprache und somit einem gelieferten Syntax, den ein Autor und andere in Wikipedia nutzen um ihre Artikel zu verfassen. Der Artikels kann je nach Schreibfertigkeit lang oder kurz sein, jedoch mit dem gleichem Sinn bzw Inhalt. Das weiß jeder Schüler, der einen längeren Aufsatz geschrieben hat. Und am Ende steht natürlich der Leser wie er den Text versteht (interpretiert und somit compiliert). Manche verstehen ihn richtig und manche falsch. Fehler können nur Spezialisten erkennen. So ist es auch bei Open Source Software Entwicklung. Die Programmiersprach gibt dem “Autor” ein Syntax, das Vokabular eine Klasse, Methode zu schreiben. Der Compiler macht sicher bei groben Fehlern ein Errorreport, doch kann er bei Endlosschleifen, Sicherheitslücken nicht viel dazu beitragen. Das muss der Programmierer oder andere selbst merken. Bug fixen und eine neue Version einchecken. Am Ende wacht das Team über die Qualität der Software und natürlich die Benutzer und Tester. Das es schwarze Schafe (beabsichtigt oder unbeabsichtig) gibt, ist nicht zu vermeiden. Auch bei Wikipedia und in der Wissenschaft nicht.

Soviel zum ersten Vortrag. Weitere Berichte und Kommentare folgen zur Deep Seach Konferenz.

Nachtrag vom 22.11.2008:
Link zur Video-Aufnahme von Paul Duguid


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