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Einträge der Kategorie Vietnam

Polizei Kontrolle, wer war der Dumme?

Nach über einem Jahr ist es wirklich passiert. Ein Trip in die Innenstadt um die letzten Einkaeufe vor unserem Deutschlandreise zu machen, war unser Verhaengnis. Einmal falsch links abgebogen und der Mann in Beige zeigt seinen Stock direkt in mein Gesicht. Winke Winke macht Po (lizei) und ich folge ganz langsam seiner Winkrichtung. Was nun!

Polizei Kontrolle auf einer größeren Karte anzeigen

Diese Situation habe ich mir schon so oft mit Bine ausgemalt. Nur Englisch sprechen? Nein geht nicht, wir sind in der Innenstadt, dem Touristenbezirk wo auch manch ein Beamter Englische Brocken sprechen kann. Deutsch? Auch keine gute Idee, Englisch kann ja jeder sprechen. Auf jeden Fall kein Vietnamesisch sprechen! Ja, auf jedenfall. Glücklicherweise sehe ich laut vielen Begegnungen mit lokalen Vietnamesen, nicht wie ein typischer Vietnamese aus. Etwas größer geraten, Glatzkopf und eine Wessitante hinten auf dem Bike machen es glaubwürdiger keiner zu sein.

So dumm wie ich mich gestellt habe, hat sich meine Freundin nicht vorstellen können. Sagte sie im Nachhinein.

Wir naehrten uns den Freunden in Grün und Beige und ich hörte nur ein “runter vom Bike und auf den Bordstein fahren!”. Bine springt direkt ab und ich tat so, dass ich kein Wort verstehe auch nicht die Gesten, die mich auf den Bordstein und vom Bike dirigierten. Wirklich dumm. So saß ich immer noch auf dem Bike und blieb auf der Straße stehen. Einer rief “Ah, der versteht kein Vietnamesisch!”. Die Kameraden in Beige zeigten dann auf einen Kollegen in Grün, der hinter dem Abschleppwagen (nicht so wie wir es in Deutschland kennen, es handelt sich um ein kleinen LKW, auf den die Bikes der Verkehrssünder aufgeladen werden) steht. Dieser Kamerad war des Englischen maechte. “You turned left! Is not allowed!” Zu dieser Zeit hatte sich mein Allerwertester schon vom Honda-Hocker bewegt und ich stehe nun vor dem Kollegen. Bine zu meiner Rechten und ich stellte mich weiter dumm. Der Kleeblatt uniformierte Kerl wiederholte meine Verkehrssünde und fragte nach meinen Papieren “Give me your papers!”. Welche Papiere fragte ich rhetorisch geschickt zurück ;)   “Your driver license!” kam es barsch zurück. Nun meinen deutschen Führerschein oder was?  “No, your driver license here!!” Ah, nee ich habe doch keine. Ich bin doch nur Tourist. “What? You need one here!” Wie? Davon hat mir der Bike-Verleiher aber nix gesagt. “Where are your motorbike papers!?!” Ich habe es gemietet. “What?” Ich habe es “ge-rent”! “Ah you rent it. But where are those bike papers!!!” Ich habe doch keine. Ich habe es nur gemietet! “They have to give you copy!!!!” Ach was, ich habe aber nix bekommen. “So I have to take you Bike.” Aha, was machst du mit dem Bike. Das gehört doch dem Verleiher. Und ausserdem gehe ich doch morgen wieder. Ich muss doch das geliehen Bike zurück geben. “Please talk slowy to me, so I can understand your English!” Wiiiiir müüüüsssen daaaas Bike dem Verleiher zurück geben und bleiben nuuuuuur noch einen Taaag in Saigon! “The penalty costs 1050 Vietnam Dong…. No, 150.000 VND” Ah da haengt der Hase. Es kostet 150.000 VND. Der kleine Xe Om Fahrer hat uns aber gesagt, falsches Abbiegen kostet nur 50.000. Das habe ich natürlich nicht gesagt, so dumm bin ich auch nicht. Da haetten die mich gleich mit in den LKW gesteckt. “You give me 300.000 VND and then you can go ahead with the motorbike!” Ahhhhhhh, nun wird es ganz interessant. Also das 6-fache von dem was es eigentlich kostet. Was ich sicherlich nicht gesagt habe. Sondern aaaah, danke schön. Ich werde es natürlich zahlen und bedanke mich mit einem “Thank you for your understanding. Next time I will know better.” Bine hat gleich angemerk “There is no next time!” und bedankt sich mit einem “Your English is so good. Where did you learn it.” Ein Laecheln auf dem Gesicht des kleinen grünen Kobolds. Er strahlt und dachte sich nur “Man sind die dumm. Geben mir das 6-fache von dem was es kostet, bedanken sich und geben mir noch Komplimente.” So startete ich den Motor und wir kicherten innerlich bis wir in sicherer Ferne waren.

Beispiel: Vietnameische Polizei in Grün

Beispiel: Vietnameische Polizei in Grün. Quelle: Flickr Benutzer ponfire

Beispiel: Vietnamesischer Straßenpolizist in Beige

Beispiel: Vietnamesischer Straßenpolizist in Beige. Quelle: Flickr Benutzer chi.mai

Scrum in Vietnam?

I recently had the chance to participate a ScrumMaster course hold by Jeff Sutherland. During the training break I asked him if he knows someone offering the Certified ScrumMaster (CSM) Course also in Vietnam. He referred to one of his collegues Pete Deemer who is working with Jeff Sutherland at the Scrum Training Institute. I had a look on the web site but I find India and Japan covered for the CSM only. I also got in touch with Bas Vodde one of the leading ScrumMaster Trainer in South-East Asia located in Singapore. I asked him in Twitter if he has some plans to offer CSM also in Vietnam but unfortunately (regarding the CSM and not the fact that he became father ;) ) he just became father. There are some plans for CSM in Vietnam but not fixed. So I wonder why there is no Scrum Trainer yet in Vietnam. It might be that Vietnam is not yet a “lucrative” target country to have CSM?

Our company started more than one year ago with some basic Scrum elements like the daily scrum. Before I got the CSM I doubted that Scrum would work in Vietnam due to different culture, attitudes and communication behaviors. After the CSM I am convinced that for Vietnam and our company Scrum would work fine. The only challenge is to convince the customer to change his kind of project management according our approach plus Scrum.

I started to train and apply a small team with Scrum but before introducing it I need to make awareness about what processes are and good for and why we need Scrum regarding communication, collaboration and coordination in distributed teams. Really basics to find the the understanding to change mind sets.

Ist doch logisch?

Beim Kaffee nach dem Mittagessen gabe es heute unter den Kollegen logische Fragespiele. Eine davon möchte ich Euch hier mitgeben, die mir gerade beim Schreiben immer noch den Kopf zerbricht. Die Umstände, wie mein Kollege diese Frage selbst gestellt bekommen hat ist mehr als nennenswert. Er hat es zum ersten Date seiner zukünftige Frau gestellt bekommen. Also nun zur Frage:

“Ein Mann mit eine gewissen Anzahl an Enten, geht in ein Dorf. Er geht von Haus zu Haus verschenkt seine Enten. Dem ersten Haus gibt er alle Enten. Danach nimmt er wieder die Hälfte zurück und geht zum nächsten Haus. Dort geschieht das gleiche, er gibt wiederum alle Enten und halbiert die Menge wieder und geht zum nächsten Haus usw…  Em Ende hat er noch eine einzige Ente für sich”

Hier die finale Frage :” Wieviele Enten hat der Mann ursprünglich am Anfang gehabt?”

Eine Lösung habe ich noch nicht.

Das rote Auge von Cochinchine

Die Sonne senkt sich in Richtung Horizont. Die über den Tag farbenfrohen Türme vergrauen und werfen lange Schatten auf die Stadtadern. Die heisse stickige Luft steigt gegen den Abendhimmel. Die Tagesgeraeusche von schreienden Marktfrauen verstummen und werden mit dem Flackern der Nachtlampen und dem Rascheln der Blaettern ersetzt.

Eine Armee von hechelnden Motoren baut sich auf. Diktiert vom roten Auge erstarren die staehlernen Wesen. Weiss reflektierende Strahlen  zeichnen auf dem staubigen Weg die magische Grenze. Kolben schnaufen und Rauch sammelt und verbreitet sich wie ein Nebel über den Blick des roten Auges. Motoren jaulen, heulen und brüllen zum Marsch.

Die Ampel ist grün.

Motorisierte Orks

Im heutigen Cochinchine ist es Nacht geworden.

Ein Wochenende voller Warterei

Unglaublich aber wahr! Nach ungefaehr 3 Jahren Existenz habe ich nun die hochoffizielle Erlaubnis dem heiligen Blog von Nhan einige meiner Eindruecke hinzuzufuegen.

Ich kann es noch gar nicht glauben, dass er gerade sagte “Schreib doch etwas ueber unser Wochenende in Phan Thiet”.
Bevor er es sich aber doch noch anders ueberlegt, hier meine erste Kurzgeschichte ueber Halong und Hanoi (das Wochenende in Phan Thiet hebe ich mir fuer spaeter auf, vorausgesetzt dieser Artikel wird vom Besitzer des Blogs fuer gut genug empfunden :-) )

Also, Dank King Hung wurde uns ein langes Wochenende beschert, welches wir unbedingt nutzen wollten, um den Norden Vietnams etwas naeher zu erkunden. Fluege nach Ha Long waren schnell und lange im Voraus gebucht und unser Wochenende (drei Tage insgesamt) folgendermassen angedacht: Flug sehr frueh morgens nach Hai Phong und dann mit dem Bus nach Ha Long. Dort eine Bootstour buchen, eventuell sogar mit Uebernachtung auf dem Boot, am naechsten Tag zurueck und mit dem Bus nach Hanoi. Hanoi erkunden irgendwo uebernachten und dann am Sonntag Abend spaet wieder zurueck nach Saigon.
Das lustige: Auch nach 9 Monaten in Vietnam habe ich noch immer nicht gelernt, dass ein Plan nur dazu fuehrt, dass man sich wuenscht man haette besser keinen gemacht… Warum?
Also der Flug morgens um 6 nach Hai Phong ging ohne groessere Verspaetung. Viel haben wir eh nicht mitbekommen, da um 3 Uhr nachts aufstehen noch immer nicht zu unseren Lieblingsbeschaeftigungen gehoert.
Also etwas zerknautscht aus dem Flieger ausgestiegen und erstmal festgestellt: Ziemlich frisch hier so mit Flip Flops und kurzer Hose… Erklaerte schnell, warum alle anderen Jeans und Jacken trugen. Egal. Wir uns also in eine winzige Knutschkugel von Taxi gequetscht. Ziel: Hauptbahnhof, denn es sollte mit dem Zug nach Ha Long gehen. Irgendwie war das dann aber keine gute Idee, denn einen Zug gabs nicht. (Hatte ich vorher was von Plan geschrieben?)

Alternative die bleibt: Der Bus! Mein “Lieblingsverkehrsmittel” in Vietnam, weil immer schoen eng und gut gelueftet.

Nach einem ungefaehr einstuendigen Fussmarsch haben wir uns dann doch die letzen Meter vom Taxi zur Bushaltestelle fahren lassen. Dort ging dann auch relativ schnell der naechte Bus nach Ha Long. Wieder nicht viel mitbekommen von der Fahrt weil ziemlich fertig nach dem Marathon durch Hai Phong auf der Suche nach dem Busbahnhof.
Irgendwann wurden wir dann mitten auf der Schnellstrasse aus dem Bus geschmissen. Ha Long irgendwo am Horizont in Sicht, war das doch schonmal ein recht ein freundliches Willkommen. Wir haben uns dann mit Gepaeck zu zweit auf ein Motorbike-Taxi gequetscht. Vergesst nicht den Fahrer mitzuzaehlen, dann wird klar, warum ich sage gequetscht.

Nach ein paar kleineren Zwischenstationen haben wirs dann endlich zum Hafen geschafft. Nachdem 2 freundlich penetrante Frauen uns ueberzeugten eine Bootstour in ihrem Buero zu buchen hielten wir die Tickets inklusive Uebernachtung auf dem Schiff schon nach einer halben Stunde in den Haenden. Abfahrt um 1, es war gerade halb.
Laeuft doch gar nicht schlecht, oder?
Dann hiess es also eine halbe Stunde warten auf das Boot, oder waren es doch 2? Irgendwann kam auf jeden Fall ein Boot, wir schnell rauf und hofften auf die direkte Weiterfahrt. Es gab dann ein delikates Mittagessen (es gibt auf diesen Touren immer das gleiche) bestehend aus Reis, Fisch, Tofu und ein bissi Gruenzeug). Gutes Timing, denn es war mittlerweile 3 und der Magen leer. Aber ausser den Hafen ein bisschen zu erkunden gings nicht wirklich weit raus mit dem Boot. Um 4 sagte man uns dann wir sollten das Boot wechseln, denn das waere nicht zum Ubernachten gedacht. Wie auch, hatte ja gar keine Kabinen… Wir also runter vom Boot und auf ein anderes, eine weitere Stunden den Hafen erkundet – yes, den hatte ich mittlerweile ja schon ungefahr fuenf-und-troelfzig mal geknipst.
Irgendwann gings dann doch endlich los.

Ha Long ist wirklich wunderschoen, und wir wurden trotz 4 stuendiger Verspaetung und kurz vor der Daemmerung mit einem gigantischen Blick belohnt. Die Luft war total klar und man konnte wirklich weit sehen. Noch zwei Tropfsteinhoelen erkundet und dann gings schon auf den Weg zur Nachtstation.

Fuer alle die mal nach Vietnam kommen – Ha Long ist wirklich einen Abstecher wert. Die kleinen Inseln sehen genauso aus, wie man sie aus dem Internet, Buechern oder dem Fernsehen (James Bond war auch schon hier) kennt. Wirklich beeindruckend.

Was wahrscheinlich einfach nur jeder braucht ist jede Menge Geduld und keine Vergleichserwartung mit den Fotos aus den Katalogen. Die Kabinen waren zweckmaessig aber nicht wirklich beeindruckend.
Beim naechsten Mal werden wir wohl nur eine Tagestour buchen und die Nacht in einem Hotel verbringen. Aber nicht nur das bessere Wasser, dass wahrscheinlich in einem Hotelzimmer aus der Dusche kommt waere ein Grund, sondern auch, dass man da aller Wahrscheinlichkeit nicht “Freiluft-Pinkeln” muss. Ja, richtig, Freiluft-Pinkeln. Was Duong und Nhan als “ist doch nicht schlimm” und “warum regst du dich auf” bezeichnen ist fuer Frau, die anscheinend auch noch gerade mit den Nachfolgen des koestlichen Mittagessens zu kaempfen hat, nicht wirklich lustig. Das Klo hatt zwar eine Tuer, die ging aber nicht zu und so konnte man von der Toilette aus beim Pinkeln oder was auch immer den anderen Passagieren auf den anderen Booten zuwinken. Ist das Abenteuer, oder Vietnam? Oder beides? Oder vielleicht einfach nur ein besonders lustiges Management, dass gerne Auslaenderpopos knipsen moechte?
Keine Ahnung, ich hab auf jeen Fall noch nie so lange nicht gemusst. Erst als die ersten beiden Biere am Abend geleert waren ging ich dann doch etwas energischer auf die Suche und wurde belohnt mit einer Mitarbeiterkabine ohne Licht.
Wo ist nur in diesem schwarzen Raum das Klo? Ein Minifeuerzeug aus der Kabine hilft zumindest bei der Groborientierung. Beim Feintuning hofft man dann auf langjaehrige Erfahrung :-)

Aber so bloed oder lustig diese Geschichten auch sind, es gehoert dazu.

Aber nun zum Titel des Blogs – die Nacht war gerade rum, wir hatten uns mit einem guten Fruehstuck bestehend aus einem fuenftel Ruehrei und trockenem Toast mit Marmelade gestaerkt, gings auch schon wieder auf den Rueckweg.
Einmal noch kurz Halt gemacht mit dem Kommentar: Hier koennt ihr euch ein Boot mieten und die Hoehle erkunden in der  der 007 gedreht wurde. Cool, da machen wir doch mit. Als wir schon fast mit dem ersten Fuss das Boot verlassen hatten kam dann das Kleingedruckte: Wirklich anschauen kann man sich die Hoehle gerade nicht, weil es ist ja Flut. Warum sind wir nochmal hier? Aber davor rumudern waere doch auch schoen. Mmhhh, aber nicht wenn man mit dem Boot sowiso schon direkt vor der Hoehle ankert.
Also kurz warten, wie schon am Tag zuvor auf die Tickets, das Boot, das Mittagessen und das andere Boot und die Verteilung der Kabinen und dann zurueck zum Hafen. Was dann kam war: Richtig warten auf das Mittagessen – ratet mal was es gab! – und dann – Warten auf den Bus. Ich glaube an dem Tag haben die Hexen nicht so kaeftig geruehrt, wie Nhan das gerne beschreibt und wir waren mit Warten bestraft.

Irgendwann kam dann aber doch noch der Bus und hat uns in 5 Stunden nach Hanoi gefahren.
Wies da war schreib ich, wenn ich darf, ein anderes Mal, ist doch laenger geworden als gedacht.

Also ich hoffe Euch gefaellt mein “Erstes Mal”.
Bis bald Bine


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