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So begrüssen Sie dich wenn man in Singapur ein Restaurant oder Shopping Center betritt.

Von DM, Tagging und Tomaten.

Mein erstes Projekt als freier Consultant ist fast fertig. Nachdem ich alle wichtigen Ordner in Google Docs analysiert habe, ging es an die Konzeption von vordefinierten Taxonomien. Gegen Ende der Konzeption hat mir das Buch “Reengineering the Corporation” (Michael Hammer, James Champy), das ich zufaelligerweise gerade lese, einige Ideen geliefert. Ziel des Trainings ist,  Dokumenten Management in Google Docs zu verstehen und wie Dokumente zu verwalten sind, damit das Unternehmen und Teams effizienter mit Dokumenten arbeiten.

Diese Woche ging es dann an Mitarbeiter-Trainings. 4 Tage 6 Gruppen. Ich haette nicht gedacht, dass noch so viel von meinem Thesis-Thema “Collaborative Tagging” im Kopf rum schwirrt. Erstaunlicherweise ist Tagging nach 8 Jahren auch in einer Software-Entwicklungsfirma kaum bekannt. Warum erstaunlich? Weil ich davon ausgehe, dass Programmierer das Thema besonders interessieren sollte.

Bei den Trainings ist mir wieder aufgefallen, dass es ich in der Wortwahl nicht unterscheiden konnte welche Arten von Tags ich meine. In meiner Thesis sprach ich von zwei unterschiedlichen Tags:
On-Tags sind direkte Markierungen auf der sichtbaren Ebene eines Artefakts, um Inhalt und Metadaten zu beschreiben. (z. B. wie ihr in Facebook Personen auf Bildern makiert)

Off-Tags befinden sich ausserhalb des Artefakts, um Inhalt und Metadaten zu beschreiben.

on-tags-off-tag

Beispiel anhand meines Bildes auf Flickr.

Wenn ihr mal eine Praesentation vor Vietnamese halten solltet. Verwendet nicht das Akronym “DM;)
Was ich noch gelernt habe aus den Trainings, Versprecher sind lustig “Wenn ihr dann diese Liste anschaut mit den verschiedenen Datei-Tomaten…”. Jaja, der Nhan denkt nur an das Eine, Essen.

Philippinen – Lecker Lechon

Das Erste, was mich interessiert an einem Land ist die Essenskultur. Meiner Meinung nach verraet der Essenskult schon ein wenig darüber, wie die Menschen eines Landes so ticken. Was verraten nun Fast Food Ketten bis zum Abwinken, Chicken Wings, Gemüse-Legasthenie und Fleisch Fleisch Fleisch über die Philippinen? Post-kolonialistischer Franchise Gourmet-Landschaft oder einfach nur monotoner Geschmack? Ach es ist schwierig zu sagen nach nur 5 Tagen.  Evtl. habe ich nur die Touristen Zentren gefunden, die das wahre Gesicht der lokalen kulinarischen Küche verdeckten.

Die einfachsten Gerichte sind wohl noch die besten. Nach einer Wanderung am Morgen endeten wir an einem lokalen, alten, versteckten Pier. Ein Kiosk und 2-3 offene Staende die süße Kartoffeln und lokale Gerichte verkauften. Besondere Aufmerksamkeit schenkte ich dem Mann (so um die 50), der frische Muscheln “auf haemmerte”. Ja er hat ein Stahl-Hammer und haemmerte wie ein Uhrenmacher auf die noch geschlossenen Muscheln, um an das zarte Fleisch zu kommen. Danach wurde das Muschelfleisch mit einem rostigen Messer in kleinen Stücke zerkleinert, diese dann auf einem kleinen flachen Plastik Teller serviert. On-Top mit Essig und 2 Chili-Schoten. Tata, das perfekte Essen zum Frühstück :D

Damit der im Titel genannte Lechón hier erwaehnt wird, er war auch lecker. Aber da müsste ich glaube ich nochmals nach Cebu und mir selbst einen aussuchen, aufspießen und einen halben Tag über dem Feuer drehen.

Neben Essen, hat der Inselstaat eine vielfaeltige Landschaft anzubieten. In der kurzen Zeit konnten wir jedoch nicht viel sehen und haben uns eine der größten Attraktionen angesehen – die Chocolate Hills. Erosion hat über Millionen von Jahren zahlreiche Hügeln in das Landschaftsbild gemalt. Hat mich etwas an den Schildkrötenpanzer der Schildkröte Morla aus “Die Unendliche Geschichte” erinnert. Nur, dass es hier hunderte von Morlas gibt.

Anstatt mit dem Bus für 80 Pisos (43 Pisos ca. 1 USD) haben wir uns ein Tricyclo für 1000 Pisos genommen. Was sich im nachhinein als gute Entscheidung heraus stellte, was wir anfaenglich bezweifelten. Es war eng und schmerzhaft aber wir haben viel gesehen in den 2 Stunden fahrt. Durch den tiefsten Urwald von Bohol, entlang den Serpentinen, durch Regen bis ein Schild in Mitten des philippinische Auenland den nach rechts weiste, fehlten nur noch die kleinen Hobbits. Wusstet ihr, dass im 21ten Jahrhundert ein Pygmäen Volk auf einer philippinischen Insel entdeckt wurde? Die wissen von der Aussenwelt nichts!

Boracay war das “i” Tüpfelchen unseres Kurztrips. Bekannt für eins der schönsten Straende dieser Welt. Essen, Trinken, Meer, Bike-Tour und zum Abschluss ein grandioses Feuerwerk am Strand. Danke an Helmut und seiner Frau, die für unseren letzten Tage auf den Philippinen Gastgeber, Freunde, Tourguide und Party-Begleiter zusammen waren.

Vietnamesische Weihnacht

Dafür dass nur knapp 8% der vietnamesischen Bevölkerung Christen sind, zeigt sich das weihnachtliche Fest in vollem 100%-igen Glanz & Glimmer, das kann ich von Saigon sagen. Die Strassen füllen sich in der Vorweihnachtszeit mit verliebten Pärchen, im Kampf um das beste Foto, spurten sie über die Nguyen Hue Boulevard, Dong Khoi und all den mit Weihnachtsdekoration beladenen Strassen, Häuser und Palmen. Immer auf der Pirsch nach dem hellsten buntesten Hintergrundbild.

So auch die Kirchen. Leuchtend und enorme Grippen mit Alupapier verziert. Hauptsache ein visueller Schrei nach “Hier bin ich, unsere Kirche hat das meiste Geld um uns so eine tolle Weihnachtskrippe zu leisten.” Wohl das Pendant zu den Weihnachtsbäumen in Deutschland. The bigger the better. Apropos Weihnachtsbaum, hier sind alle aus Plastik. Palmen und Bananenstauden haben nicht genug Nadeln um die Dekoration zu halten. Tannen gibt es nur im Hochgebirge, evtl. sitzt gerade eine Familie in Dalat und erfreut sich am Tannengeruch in der Wohnung.

Weihnachten ist die Zeit der Familie, Freunde und Besinnung. In Deutschland wird es reservierter gefeiert. Messe, Essen und Bescherung. Hier wird es mit fremder Gesellschaft auf den Strassen zelebriert. Zumindest sehe ich es in Saigon so. Höchstwahrscheinlich ist auf dem Land (Nhà Quê) Weihnachten ein Fremdwort.  Und heute und die kommenden Tage sin wie jeder andere.

Heute Nacht lasse ich die vietnamesische Weihnacht hinter mir. Es wird sicherlich ein tolle Aussicht auf Saigon sein. Noch mehr Licht, die den Abflug auf die Philippinen, den Weg leuchten.

Frohes Fest!

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