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Erst Amerika, dann UK und vor kurzem auch Deutschland. Wie ein Feuer verbreitet sich der Bankfunken über die Finanzfelder der Welt. Ein Phänomen für die Netzwerkwissenschaft, das im Nachhinein zu erforschen ist. Wieso weshalb warum das alles passiert ist.
Vor etwas längerer Zeit hatte ich ein Beitrag über Silvio Gesell’s Theorie des Fließenden Geldes geschrieben. Verstaatlichung von Banken, aktuelle politische Streitgespräche, kollektive Angst vor Verlust des Ersparten, … alles ein Resultat des Finanzsystems oder ist das nur eine riesen Flaute der Bankengurus, die meinen mit Regierungen ein wenig Schach zu spielen.
Banken sind Umwälzpunkt der Geldflüsse, sie steuern die Kapitalhähne und sind die Finanz-Hubs der Erde.
Und hier liegt wohl das Problem. Was Gesell auch schon abgesehen hat, dass das Geldsystem wie es bisher existiert nicht die ideale Lösung ist. Geld darf nich mehr gesteuert werden. Es muss ein Freigeld werden. Geld darf nicht mehr gegen Gold eingetauscht werden. Zentralbanken bekommen ihr Privilegen entzogen. Geld muss fließen und darf nicht konzentriert werden. Und DAS ist heute nicht der Fall.
Schon im Beitrag über Globalisierung vs Glokalisierung habe ich vom Wörgler Freigeld gesprochen. Auf der Suche nach weiteren Regionalwährungen sog. Regios. Bin ich auf weitere Quellen gestoßen, die auf einen kleinen Trend hinweisen.
Ein Video über das 100-Jahre alte Bethel Geld.
Weiter Regios sind in der Liste auf Wikipedia zu finden. Zu den Regiogeld-Initativen
Ein Blick zu unseren Nachbarn den Schweizern zeigt wie erfolgreich eine Regionalewährung neben dem Schweizer Franken funktionieren kann. Obwohl die WIR (Wirschaftsring-Genossenschaft) nicht mehr regional agiert sondern schon parallel neben den CHF als Komplementärwährung CHW gehandelt wird.
Keine Zinsen, so dass es schneller in den Umlauf kommt, früher wurde noch eine Rückhaltegebühr verlangt, wenn man das Geld zu lange hortet, um die Umlauf des Geldes zu sichern. Das besondere am WIR bzw CHW, es ist keine harte Währung. Sie läuft nur über Transaktionen die die WIR-Bank verwaltet. Auch das WIR richtet sich nach den Maximen Silvio Gesells.
Gestern nach dem ich den Bericht „Der Geist des Geldes“ gesehen habe und heute ein Bericht über „Lancaster County “, frage ich mich, ob die Globalisierung als Heilmittel für stetiges Wirtschaftswachstum ist.
Regionale Währungen in Deutschland führen zu bessere Wirtschaft der teilnehmenden Gemeinden.
Silvio Gesell’s Modell des fließenden Geldes hatte schon damals in der österreichischen Gemeinde
Wörgl für weniger Arbeitslosigkeit bessere Lebensqualität geführt, jedoch wurde durch den zweiten Weltkrieg und der österreichischen Nationalbank die Weiterentwicklung auf andere Gemeinde gestoppt. Heute treffen sich Gemeinde, Regionen an Kongressen und tauschen sich über ihre Erfahrungen über die „Regios“ aus. Ganz nach dem Wörgler Freigeld, erreichen Sie für ihre regionale Wirtschaft bessere Verhältnisse. Ist das ein Anzeichen dafür, das Euro und der Versuch von Regierungen und EU der falsche Weg ist? Muss man als europäische Gemeinde sich zusammenschließen, um international konkurrenzfähig sein? Anscheinend gibt es ein Trend zur Lokalisierung.
Ein kleiner Staat, kapselt sich technisch ab. Kein Strom, keine neuen Technologien werden genutzt. Fast nur primär Wirtschaft wird betrieben, um sich selbst und die Gemeinschaft zu versorgen. Der positive Effekt zeichnet sich dadurch aus, dass ihre eigenen Produkte viel günstiger sind und auf dem Markt an den Mann kommen. Auch die Aufmerksamkeitsökonomie lässt nicht auf sich warten. Zahlreiche Touristen besuchen die Gegend, um sich von den „Amish“, so nennen sich die Bewohner, der Nachfahren von dem Auswanderer Jakob Ammann. Eine prosperierende Wirtschaft ganz ohne neue Technologien. Wie ist das zu erklären, dass die ganze Welt schneller wachsen, expandieren will und kleine Wirtschaftsinseln sich trotz allem bewähren. Den Menschen geht es gut und mehr brauchen sie nicht. Fließendes Geld, das verfällt wie jedes primäre Gut. Traditionelle Arbeit, die keine Stagnation bedeutet. Und alles führt trotzdem zu Wachstum, natürliches Wachstum. Langsam aber stetig.