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Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Wie war der E-Day 2009?

Zuerst mal ein Danke an die Wirschaftskammer Österreich (WKO). Für eine Plattform an der man ich austauschen kann und neue Kontakte findet. Ich habe 3-4 Vorträge angehört. Im ersten und zweiten Vortrag hat der Sprecher in den ersten 5 Minuten 100% meiner Aufmerksamkeit erhalten. Aber als es inhaltlich Berg ab ging und für mich kaum was Neues gab, wurden meine anfänglichen Erwartungen nicht erfüllt. Umgehauen hat mich wirklich goar nix. Es war eher eine Messe an denen die Austeller, sich vor den Kunden profilieren konnte. Dementsprechend waren die Vorträge, an denen ich teil nahm, orientiert. 80% des Inhalts ging nur um das Unternehmen. Ganz auffallend fand ich die Firma Lukulta. Überthema war gewesen “Produktiv vernetzt – Wissensmanagement in Unternehmen”. Groß ausgeholt und dann fing das Blabla an. Ach wir sind ja so einzigartig, das ist unser USP, wir sind der Knoten zwischen Kunden, Lieferanten, Medien und Mitarbeiter. Unsere Werte sind xyz. Hallo!!! Wissensmanagement? Was da erzählt wurde, war die tägliche Arbeit jeder Unternehmung. Das kann jeder Geschäftsführer, Marketing Assistant und sogar die Sekräterin verzapfen. Sogar ein etwas älterer Herr schüttelte sein Kopf und murmelte vor sich in “hä… Wissensmanagment.. aha, hihi”.

Allgemein ist der E-Day für Leute zu empfehlen, die sich nicht 24/7/ mit Internet, E-Commerce und dem schrecklichen Wort “Web 2.0″ befassen. Aber ehrlich, da hole ich mir eine Zeitschrift und lese 2-3 Abonnements und gut ist. Der E-Day ist meiner Meinung nach nur ein Marktplatz von Marktschreiern, die den besten Fisch und das beste Obst verkaufen wollen. Sie können sich den Standpreis leisten und haben einen guten Draht zum WKO. Der E-Day ist ideal zum Networking betreiben. Was machst du, was mach ich, Visitenkarten austauschen und die Sache ist erledigt.

In diesem Sinne. Hat sich der E-Day für mich auch erledigt.

E-Day – “total vernetzt”

Seit der letzten DeepSeach Konferenz sind jetzt fast drei Monate passiert. Wien hat schon einiges Interessantes anzubieten. So wird von der Wirtschaftskammer der zehnte E-Day angeboten. Unter dem Motto “total vernetzt” spiegelt sich das Programm auch wider. Mal sehen ob es ein Bullshit-Bingo Tag oder unterhaltsames Power-Point Karaoke wird. Die Sprecher können sich schon mal mit großen Namen zieren wie XING, Microsoft, Nokia uvm.

Und in die Hofburg wollte ich schon immer ein Blick werfen. Gut das der E-Day dort veranstaltet wird. Zwischen Pferden, Prunk und Präsentationen wird das sicher ein schöner Tag.

Wann? 5.03.2009
Wo? Wiener Hofburg
Uhrzeit? 9:15 Uhr Eröffnung

Ich wünschte…

… ich wäre schlagfertiger.

Kennt ihr diese Situation der Machtlosigkeit. Man steht da, will eigentlich nur sein Burger essen oder sein Biertrinken. Dann plötzlich schnauft dich einer von der Seite an. Ohne Anbahnung. Ohne Zaunwinken.

“BAM Oider”. Würde der österreichische Junge sagen.  Perplex, angewurzelt steht man dann da und kann kein Gedanken fassen. Nur ein großes Fragezeichen schwebt über dem Kopf.

So ging  es mir am vergangenen Wochenende. War in Wien in der Stadt etwas bummeln. Meine Freundin und ich hatten Hunger und gingen zum “goldenen M”. Ein Cheesburger und Chickenburger bitte!

Wir standen dann kurz neben dem Barhocker, nicht weit von der (wie nennt man eigentlich die Theke an der man bedient wird, einfach nur Theke???). Naja, ich auf jedenfalls mein Tablett kurz auf einen Tisch gestellt. Einer von diesen mit hohen Barhockern, mit ganz wenig Platz, so dass zwei gegenüberliegende Tabletts nebeneinander liegen können. Stellte das Tablett ab, um zu schauen wo wir am Samstagnachmittag-Rummel noch ein Sitzplatz ergattern konnten. Und dann kam dieser tötender, durchbohrender Blick mit einem “DER IST BESETZT!”. Damit es noch deutlicher wurde, flog gleich hinter her noch ein “JA, RICHTIG GEHÖRT, DER IST BESETZT!!!”. Tausend Fragezeichen tanzten vor meinem Gesicht. Das dachte die Tochter von der netten Dame auch. Ne tolle Mama hast du da, habe ich geflüstert. Ohne ein Wort und mit einem unregistrierbarem Kopfschütteln. Ich sah bestimmt aus wie ein Hund der sein Schwanz einklemmte die Ohren flach anlegte. Wir stellten uns abseits von diesem Teufelsweib.

Dann kam diese innere Wut. Es wurde heiß, es wurde kalt, das wiederholte sich ein paar mal. Dabei machte ich mir Gedanken wie “Ach hätte ich doch das, jenes und dieses gesagt”. Schlagfertigkeit, das sollte man mal üben. Also wer mich das nächste mal sieht, weiß was er zu tun hat.

Doch am Ende als der innere Sturm sich besänftigte, wir brav unsere Tabletts weggeräumt hatten. Bin ich bei der Dame vorbei, habe ihr ein “Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Guten Tag” ins Ohr geflüstert.

Doch die feine asiatische Art. Lächeln und immer schön Nicken.

2000 Xing Mitglieder suchen nach…

…dem Sinn des Lebens. Ich habe vor etwa 2 Monaten in meinem XING Profil unter “Ich suche:” alles gelöscht und mit “Sinn des Lebens” ausgetauscht. Nicht das ich gerade in der Mid Life Crisis bin, mir fällt überhaupt nix besonders ein, was ich da “ehrlich” nach der Suche sein sollte. Heute hat einer mein Profil angeklickt und wie oft interessiert mich es, wie er dahin gelangt ist.

Über ” Suche nach Stadt, “Ich suche” “. Sprich dem “Sinn des Lebens” in Wien. Aha, dachte ich mir. Findet man den Sinn des Lebens etwas im östlichen Teil von Österreich? ;)

Eine allgemeine Suche nach Personen, die den “Sinn des Lebens” suchen ergibt folgende lustiges/interessantes Ergebnis.

Bei 10 Suchtreffern pro Seite macht das nach Adam Riese 2000 Personen. Bieten der Dalai Lama, Papst, indische Gurus nicht schon XING Gruppen an :D ?

World Information Institute “Deep Search” Bericht 2008

Zahlreicher Input, knapp 6 Seiten Notizen, eine Nacht ohne Schlaf…

Grund dafür war die Konferenz Deep Search veranstaltet vom World Information Institute. Dann starte ich schon gleich mal mit dem Keynote Speaker Paul Duguid (Berkeley, California). Kurze Hintergrundinformationen zu Paul.

In einer rasenden Geschwindigkeit flog er über die Geschichte der “Suche” nach Informationen. Wie haben die Menschen die Zeit vor Christus und nach Christus Informationen gespeichert und nach Informationen gesucht. Bis natürlich in die Gegenwart, die Zeit der Suchmaschinen und dem Web als digitales Informationsgedächtnis. Es wurde das Suchtool Grep und IStor genannt, jedoch habe ich keine Links dazu oder genaueren Informationen. Grep als Linux Befehl oder dem Windows Grep Tool um Dokumente, Ordner zu durchsuchen, leider war das unklar. Istor sei eine Plattform, um wissenschaftliche Informationen zu suchen.

Notiert habe ich mir Anmerkungen wie:

“Every generation claim to be the first generation which have to overcome the information problem, the first generation which does’nt claim will be the first” (sinngemäß)

Er nannte das Jahr 1925 als Zeitpunkt, in dem “world information changed its sense” von Quantität zu Qualität. Also bedeutet das, dass vor 1925 noch nicht eine wirkliche Infragestellung von der Qualität der Information in der Gesellschaft existierte. Denn nach der Erfindung des Buchdruckes war die Menge an gedruckten, also auch kopierten Büchern, ein Hinweis dafür, dass es sich um eine verlässliche Quelle handelt musste. “The Amount of Copies was an issue of Reliablity” (sinngemäß). Dabei machte er die Anmerkung über die fehlende kritische Urteilsfähigkeit in Google Books. Also woher sollte der Sucher nach Informationen bei Google Books wissen, dass es sich um ein “gutes” oder “schlechtes” Buch handelt. Doch sehe ich das heute eigentlich nicht so. Es gibt die Möglichkeit der “Recitations” über ein Buch direkt auf Google Books zu hinterlassen. Ebenso haben Bücher, die ich bisher gefunden habe, eine Literaturnachweis oder ich bin über “analoge” Bücher auf sekundär Literatur gestoßen, die ich dann in Google Books gesucht habe. Also kann man das so nicht pauschal sagen. In einem Punkt muss ich ihm Recht geben. Die lineare Suchergebnisliste stellte eine Priorisierung der Ergebnisse dar, so dass – wie auch in den normalen Suchergebnissen – das erste Buchergebnis als Bestes anzunehmen sei. Dieses Problem, der visuellen Darstellung von Suchergebnissen wird auch von Gon Zifroni und Tsila Hassine in der Konferenz erwähnt.

Laut Duguid existierten Informationen immer in einem Zirkel, den Zirkel der Wissenschaft, des Interessensgebietes oder einem eigenen Hobby. Um Zugang zu diesem Zirkel zu haben, mussten man in diesen Zirkeln hineintreten und kann dort beginnen zu suchen. Heute sind wir frei von Zirkeln. Browser auf machen, ins Suchfeld etwas eintragen und schon hat man etwas gesucht.

Human are good in get ridding of constraints out of resources” (sinngemäß). Das bedeutet, dass Menschen Beschränkungen gut beseitigen können. In Bezug auf Informationen, wurde das Beispiel mit Zeitungen genannt. 1908 wurde gesagt, dass es wohl unmöglich sei Informationen einer Zeitung herauszunehmen (Beschränkung). Doch heute wissen wir das es geht.

An einer Konferenz ist es oft schwierig, mit dem Redner direkt zu sprechen. Sicher, es gibt die Möglichkeit am Ende das Frage- Antwortspiel doch wird aufgrund von Zeitmangel nicht mehr gefragt oder man denkt, dass seine Fragen unpassend sind. Duguid hat den Punkt Openness erwähnt, dessen Konzepte wir heute als Open Source, freier Zugang zu Informationen oder Wikipedia kennen. Er sagt, dass es zwei Bewegungen geben wird.

  1. closed to science (Hiermit ist gemeint, dass nur jahrhundertalte Wissenschaft Anspruch auf Qualität hat)
  2. go open (Information für alle von allen)

Warum geht nicht beides zusammen? Das sehen wir doch an der Kooperation von Flickr mit einigen Bibliotheken wie der Größten Library of Congress, dass die Weisheit der Masse nutzt, um ihre digitales Bildmaterial mit Metadaten anzureichern. Wissenschaft nutzt freie Kanäle.

Im Zusammenhang mit freier Information, kam natürlich Wikipedia mit ins Gespräch. Dabei wurde auf der Punkt “Truth of Source” angesprochen. Die Masse als Kollektive Intelligenz, so dass Wikipedia als vertrauenwürdige, wahrheitswürdige Quelle dient? Die Diskussion über die Zitierfähigkeit von Wikipedia wurde schon in meinem Artikel und dem Blog histNet angesprochen. Duguid machte dabei ein Vergleich, den ich sehr in Frage stelle. Wikipedia wird oft mit der Entwicklung von Open Source Software verglichen. Jedoch sagt Duguid dass, beim schreiben eines “Codes” und dem schreiben eines Artikels ein wesentlicher Unterschied vorliegt. Wenn der Code nicht valide ist, dann schreit der Compiler. Bei einem Artikel hingegen, wird dieser jedoch nicht überprüft. Hierbei heißt er den deutschen Wikipedia Ansatz der Qualitätsüberprüfung durch freie Editoren willkommen. Doch der Vergleich hinkt doch total. Text basiert auf Sprache und somit einem gelieferten Syntax, den ein Autor und andere in Wikipedia nutzen um ihre Artikel zu verfassen. Der Artikels kann je nach Schreibfertigkeit lang oder kurz sein, jedoch mit dem gleichem Sinn bzw Inhalt. Das weiß jeder Schüler, der einen längeren Aufsatz geschrieben hat. Und am Ende steht natürlich der Leser wie er den Text versteht (interpretiert und somit compiliert). Manche verstehen ihn richtig und manche falsch. Fehler können nur Spezialisten erkennen. So ist es auch bei Open Source Software Entwicklung. Die Programmiersprach gibt dem “Autor” ein Syntax, das Vokabular eine Klasse, Methode zu schreiben. Der Compiler macht sicher bei groben Fehlern ein Errorreport, doch kann er bei Endlosschleifen, Sicherheitslücken nicht viel dazu beitragen. Das muss der Programmierer oder andere selbst merken. Bug fixen und eine neue Version einchecken. Am Ende wacht das Team über die Qualität der Software und natürlich die Benutzer und Tester. Das es schwarze Schafe (beabsichtigt oder unbeabsichtig) gibt, ist nicht zu vermeiden. Auch bei Wikipedia und in der Wissenschaft nicht.

Soviel zum ersten Vortrag. Weitere Berichte und Kommentare folgen zur Deep Seach Konferenz.

Nachtrag vom 22.11.2008:
Link zur Video-Aufnahme von Paul Duguid


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