inicio mail me! Abonnieren

Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Einträge der Kategorie Politik

2. September in Vietnam

Als Wiedervereinigungstag, Unabhängigkeitstag gefeiert. Ob von den Franzosen befreit oder von den Nord-Vietnamesen eingenommen. Jede Medaille hat zwei Seiten. So greift Spiegel-Online  dieses Thema mit dem Titel “40. Todes Tag Ho Tschi-minh” auf. Am Ende des Artikels wird folgende Bemerkung gemacht:

Die ist die leicht überarbeitete Fassung eines Textes aus Michael Sontheimers Buch “Im Schatten des Friedens. Ein Bericht aus Vietnam und Kamputschea”, Berlin 1989.

Die Betonung liegt wohl auf leicht. Wo war der redaktionelle Beitrag, auch wenn er nur leicht überarbeitet wurde. Die vietnamesische Schreibweise für Namen ist völlig daneben. Auch der Name von Ho Chi Minh ist nicht richtig. Ein Blick auf die Landkarte hätte gereicht. Der Text ist inhaltlich einseitig dargestellt, sowohl historisch als auch faktisch. Nicht, dass ich hier mich als Historiker darstellen möchte, aber das erinnert mich an eine Person, die einen Süd-Vietnamesen auf der Straße kennengelernt hat und diesen feiert, weil er gegen die Amerikaner gewonnen hat. Ignoranz ist keine Schande, aber Respekt gegenüber anderen (Boat-People, Flüchtlinge, Vertriebene, etc.) sollte in so einem Artikel berücksichtigt werden.

Und ja, der heutige Tag ist kein besonderer hier in Vietnam. Es hängen viele die Fahnen draußen. Manche Geschäfte haben geschlossen. Aber trotzdem ist es eigentlich ein Tag wie jeder anderer. Nur habe ich heute frei.

Fragen an Parteimitglieder der NDDP

Beim Lesen des offenen Briefes von Torben Friedrich ist mir folgendes ins Hirn gerutscht.

Lasst uns eine Partei Gründen. Neue Demokratische Digitale Partei Deutschlands NDDP :D .Parteimitglieder dürfen nur sein wer dieses Fragen beantworten kann?

  1. Was ist ein Tweet?
  2. Was bedeutet Gruscheln?
  3. Haben Sie schon mal ein Bild getaggt?
  4. Welcher Autor hat Facebook verfasst?
  5. Was ist ein Hosting-Provider?
  6. Was ist eine Internet-Domain?
  7. Haben Sie schon mal Pod(tt)cast probiert?
  8. Kennen Sie die Tiergattung Firefox?
  9. Wann lebte der ägyptische Gott Linux?
  10. Sind Sie schon mal beim System-Booten ins Wasser gefallen?
  11. Wieviel Euro sind 10 Bookmark?
  12. Es fragt Sie jemand: “Haben Sie schon die Seite von Frau U. v. Leyen gediggt?” Was antworten Sie?
  13. Wie hoch ist die Google Wave?
  14. Wo wird der XING Tee angebaut?
  15. Welche Farbe hat die Paste aus der You-Tube?
  16. Erklären Sie die Spielregeln von PingBack?
  17. Welche Spezialität bietet Mister Wong an?
  18. Vergleichen Sie den Playboy und Youporn?
  19. Auf welcher Radio-Frequenz findet man LastFM?
  20. Wie finden Sie den Strand von eBay?

Wie die Gesellschaft Amokläufer produziert

In den letzten Tagen habe ich Zeitungsartikel gelesen, Nachrichtensendungen verfolgt und von Talkshows mich berieseln lassen. Stichwort Winnenden.

Großes Trala und der Versuch das Geschehene zu rekapitulieren. Psychologen, Pädagogen und Kriminalisten versammeln sich zum Kaffee in kleiner Runde, diskutieren und nehmen den “Fall Tim K.” auseinander. Wieso der mega Medienrummel um das Tragische? Gesellschaftlicher Trauerprozess in Form von Massenmedien oder Einschaltquoten-Hechlerei? Eine zwiespältiger Blancier-Akt den wir kaum beantworten können. Was unter dem Strich herauskommt ist nichts Neues. Ballerspiele, Waffengesetz und aggressive Jungen. Schießpulver, der Unterschichten-TV Betrachter weiterhin unterbemittelt auf Leine hält. So einfach soll es sein? Regulierung des Waffengesetzes und Regulierung der Computerspiele reicht nicht aus. Hart aber zutreffend zeigt der Text von Björn Grau die “wahre” Realität. Auch im Blog Ami de la Nuit zeigt der Autor andere Perspektiven über das  Thema. Sollte die Aufgabe journalistischer Arbeit sein, Themen aus verschiedenen Standpunkten zu beleuchten? Bisher habe ich das Gefühl, dass diese Aufgabe zum Thema Amoklauf nicht ausreichend geleistet wird.

Ja es sind die armen Opfer, die leiden. Ja es sind die armen Eltern, die leiden. Ja es gibt nachfolgende Arbeit, die zu leisten ist. Je mehr wir darüber sprechen und schreiben (so ich auch) geben wir Trittbrettfahrer eine größere Plattform sich zu “verwirklichen”. Verewigung ihrer Idol auf Titelblättern. Marketing und Word-of-Mouth in schwarzer Form, mit dem Ergebnis das Amokläufer nach ihrem Tod weiter “leben” und Neue produzieren. The Show must go on.

Nachtrag:
Die Eltern sind schuld!!!

Solidarische Töne gegen die Deutschen Bahn

Da bekommt der Slogan eine ganz anderen Ton

Gestern erst darüber gebloggt und die solidarischen Töne für Markus Beckedahl, Betreiber von netzpolitik.org, gehen stetig weiter. Dass er nicht nur Unterstützung von den unteren Reihen erhält ist ganz besonders amüsant. Nicht das ein Fall wie dieser, in dem private Daten herausgegeben wurden, sondern gleich Tausende sich auf das kleine Kätzchen mit den großen Augen stürzen und es versuchen vom Baum herunter zu holen. Die FDP, die Grünen, eine Anwaltskanzlei aus Berlin, die Helferliste wird sicher länger und länger. Und jeder will natürlich auch sein Speck ab haben. Riesen Medientamtam. Er wird hochgelobt und hat schon einen leichten Touch eines modernen Robin Hoods. Aber nun mal ehrlich, das die Veröffentlichung des Memos nicht geahndet wird, war doch sehr unwahrscheinlich. Hätte die Bahn nichts dagegen gemacht, so hätte man sich auch gewundert. Ebenso wäre eine Welle von Gorillabrüllern gekommen, vielleicht nur nicht so groß und so schnell.

Mal so zwischendurch ein Zitat:
“Wir beraten Sie in allen Fragen rund um die Verarbeitung und den Schutz personenbezogener Daten. Entsprechend Ihren Bedürfnissen entwickeln wir Strategien und Lösungen, die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Ihre kaufmännischen Ziele und Interessen stehen dabei für uns im Mittelpunkt. Bei Bedarf führen wir frühzeitig eine Abstimmung mit den zuständigen Behörden herbei.” (Die beratende Anwaltskanzlei, 2009)

Vielleicht erhoffen die sich, dass die Bahn sie als Paragraphenakrobat beim nächsten Bühnenauftritt engagiert.

Und wie hat alles begonnen, mit dem zwitschernden Vogel der ganz leise Töne von sich gegeben hat. “Das arme Kätzchen sitzt im Baume” piep piep piep. Katzen und Vögel vertragen sich aber auch nur in der Realität (Je nach Sättigungsgrad).

So da muss ich mal weiter an die Thesis. Schreibe hier ja schon mehr…

Und hier ein Pingback an Markus:
Die Welle nach der Abmahnung

Und ein paar weitere solidarische Töne:
Das Memo auf Flickr (Verweist auf Google Docs)
Flickr Gruppe “Mehdorn muss weg”

Markus Beckedahl zwitschert:
Zwitscher Profil

P. S.
Das Wort “STASI BAHN” ist ganz verdächtig. Könnte zum Unwort des Jahres werden. Das Logo oben könnt ihr gerne weiter nutzen. Ist von Marke Eigenbau aber bitte beachten.

Deutsche Bahn mahnt Blog ab

Soeben habe ich das Dokument (internes Memo der Deutschen Bahn), das von netzpolitik.org online gestellt wurde gelesen. Damit der Artikel seinen Umlauf findet, daher hier mein Beitrag dazu. Als ich das Memo gelesen hatte, bin ich über mehrere Punkte gestolpert.

  1. (Teilnehmerliste wegen Persönlichkeitsrechten entfernt)“, etwas paradox bezogen auf den Inhalt des Memos, das zeigt wie persönliche Mitarbeiterdaten verwendet werden.
  2. Es um die “Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und Korruption” geht, und dabei selbst die Firma Network Deutschland GmbH ohne schriftlichen Vertrag den Auftrag erteilt wurde.
  3. Die Creditform einfach so Daten über Kreditwürdigkeit einer natürlichen Person übermittelt.

Inwiefern das Memo authentisch ist, ist noch fragwürdig jedoch sind die Formulierungen recht “echt”. Und als Marketingzweck das zu betrachten finde ich etwas riskant. Vielleicht ist das auch nur ein Marketing-Gag von Markus – dem Autor des Blogs ;)

Ich liebe diesen Streisand Effekt.

Die Artikel von Netzpolitik über den Fall:
Artikel über das DB Memo
Arikel über die Abmahnung

Der letzte Arikel wurde um 15:04 Uhr publiziert. Heise, ORF.at, Spreeblick uvm. Einfach mal danach googlen.


Ältere Einträge »