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Einträge der Kategorie Studium

Singende Furtwängler

Letzte Wochenende mit ein paar Jungs aus Furtwangen, die jetzt bald ihr Auslandssemestern in Vietnam antreten. Sie haben ein paar nette Bilder geschossen, die ich mir hier ausleihsweise geborgt habe.

2009-04-03 um 17-29-45 2009-04-03 um 17-30-35 Sebi in seinem Element 2009-04-03 um 17-29-27 Christoph 2009-04-03 um 17-19-25 2009-04-03 um 17-19-15 2009-04-03 um 17-19-01 2009-04-03 um 17-18-56 2009-04-03 um 17-18-10 2009-04-03 um 17-18-05 2009-04-03 um 17-17-54 2009-04-03 um 17-17-43 2009-04-03 um 17-17-27 2009-04-03 um 16-43-55 Phuong und Nhan 2009-04-03 um 15-36-50

Quelle: http://www.potato-meets-rice.com/

War toll, nur blöd, dass ich mein Handy an diesem Abend verloren habe.

Der erste Tag in Furtwangen

So das Ende in Furtwangen ist nahe doch beginne ich mit dem Anfang. Das hatte ich irgendwann mal geschrieben. Damit es nicht verstaubt, hier eine kleine Anfahrtsgeschichte nach Furtwangen.

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Studiengang Medienkonzeption in Furtwangen?

Es nähert sich dem Ende des Semesters. Keine Vorlesungen mehr, doch trifft man recht oft paukende Studenten im Flur, in der Cafeteria oder in der Bibliothek an der HFU. Ein Glück habe ich nur noch meine mündliche Prüfung vor mir und meine Thesis muss noch vollendet werden. Oft haben wir über die Qualität des Studiengangs OnlineMedien diskutiert. Auf Parties, in der WG oder jedes mal wenn ein Prof uns auf den Wecker ging. Wenn man bisher nur an einer Hochschule studiert hat, fällt es einem schwer objektiv zu bleiben. Daher kommt es vor, die Leistung der Hochschule nicht wirklich anzuerkennen.

Die letzten Tage habe ich mit Studenten gesprochen, die das letzte Semester im Ausland waren. Finnland, Neuseeland, Schottland und via ICQ auch mit San Fransisco. Auf die NIVEAU-Frage des Studiengangs kam ein Lächeln oder ein Wortschwall über die einfachen Inhalte des Auslandstudiums. Ein Flash-Website als Abschlussarbeit, Vorlesungen die eine Einführung in eine Software als Inhalt haben etc. Mit solchen Geschichten lernt man das Niveau deutscher Hochschulen wieder schätzen. Das kann ich nur für die HFU sagen. Doch trotzdem hat der Studiengang noch seine Kanten und Macken, die abzuschleifen sind. Von einer runden Sache kann ich da nicht sprechen. An der Aktualität, der Richtigkeit und der Motivation muss die Fakultät Digitale Medien einiges machen.

Am Dienstag wurde von Seiten der HFU der Studiengang “Medienkonzeption” angekündigt. Vom Rektorat genehmigt und soll in den nächsten Jahren wieder als “innovativer” Studiengang angepriesen werden. Heute saß ich mit einer Kommilitonin in der Cafétería und wir haben uns etwas über die neue fragwürdige Marketingmaßnahmen der HFU gewundert. Erst vor 2-3 Jahren wurde ein neues Corporate Design für die HFU durch eine externe Agentur entwickelt. Und was passiert zur Zeit? Eine neue Stelle für das HFU Marketing wurde besetzt. Schon wurde das Hauptlogo manipuliert. Natürlich ändert man dieses nicht in allen Kommunikationsmitteln sondern mal hier und da. Das Corporate Design bleibt auf der Strecke.

HFU Logo Vorher Nachher

HFU Logo Vorher Nachher

Die einzige Stelle, an der ich das Logo mit dem HFU als Acronym gesehen habe, ist auf der Hauptseite der Hochschulseite und der Bibliothek. Felix, Wikipedia und die Bewerbungsunterlagen im Downloadbereich sind auch noch nicht angepasst. Ein großes Fragezeichen für diese Aktion?

Es heißt angeblich, dass die Zahl der Studienbewerber zurück geht. Electro Engineering (EE) hat zur Zeit wohl weniger als 10 Bewerber pro Semester. Und in anderen Studiengängen sieht es auch nicht besser aus. Eine Begründung für diesen Rückgang soll das “Image” von Furtwangen sein. Schnee, Langweilig, keine Parties und was man so alles von Furtwangen hört. Als neuer Marketingverantwortlicher muss man natürlich sich profilieren und neue Marketingkonzepte entwickeln. Aber HFU das Image war früher so und wird wohl auch immer so bleiben. Früher kamen die Studenten auch. Und wenn es heute nicht klappt, dann wohl nicht aufgrund des HFU-Cliché. Was sagte zu mir letztens ein Student.

“Als ich an der Hochschule Der Medien (HDM Stuttgart) zu Besuch war, liefen mir einige ehm. Fuwa Studenten entgegen, die jetzt Master an der HDM sind.” (sinngemäß)

So ringt die Fakultät DM nach Master Studenten und vergibt Studiengebühren als “Stipendium”. Damit Bachelor Absolventen das Sommersemester überbrücken können. Man möchte doch nicht diese wenigen Bewerber/Interessierte durch die Finger gehen lassen.

Schon damals wurde der Studiengang OnlineMedien als “innovativer” Studiengang verkauft. Was teilweise seine Berechtigung hat. Meiner Meinung nach mehr Schein als Sein. Wie oben schon begründet.

Um den innovativen Wasserspiegel künstlich hochzuhalten kommt nun Medienkonzeption zum Einsatz. Auch wenn man kein Geld dafür hat. Und vor allem keine Professoren. Sicherlich werden neue Stellen vergeben, doch fängt das HFU-Hamster-Rad sich weiter zu drehen. Die gleichen Professoren, von DM werden wohl mit einbezogen. Die Baustelle OnlineMedien ist noch nicht fertig und schon beginnt man eine Neue. Ob das gut gehen wird?

Kritik hin oder her. Wie immer gibt es Vor- und Nachteile. Ich für meinen Teil habe es trotz manchmal nerviger Zeiten genossen. Leben, Mensa, wenige aber gute Parties und gute Freundschaften geknüpft. In diesem Sinne weiter geht es ans Lernen.

FuCamp, ein Barcamp in Furtwangen!

Es nimmt immer mehr Gestalt an, das FuCamp in Furtwangen.
Vor nicht etwa 4-5 Monaten saß ich mit meinem betreuenden Professor in einem Meeting zu meiner Thesis.
Neben dem eigentlichen Thema “Foto-Tagging” erzählte ich ihm von Barcamps unter anderem auch vom Barcamp Bodensee. Die Idee von Barcamps fand er ganz sympathisch, so fragte er mich ob ich Lust hätte so etwas initiativ anzuleiern. Klaro, dachte ich mir. Innerhalb von 24 Stunden trommelte ich 7 Studenten zusammen, die knapp eine Woche später schon in einer Runde zusammen saßen. Wie Herr Selke sagte hatten wir so etwas wie eine “Gründeratmosphäre”.

Nun hat sich aus dieser Initiative schon etwas recht stabiles entwickelt. Ja das FuCamp, übrigens den Namen hatte ich ohne Rückfrage so festgelegt und es kam von allen kein Widerspruch. Denn in FUrtwangen ist alls “FU” ;) .

Achja, das FuCamp wird statt finden. Und damit wir nicht auf die Nase fallen, hatte ich mit Rücksprache des Orga-Teams Herrn Oliver Gassner mit ins Boot geholt. Der uns mit hilfreichen Tipps und Tricks unter die Arme greift.

Für alle die mehr erfahren wollen. Wir haben ein Wiki auf aufgesetzt, in dem Ihr alle jetzt und bis zum FuCamp ein paar Infos findet. Für die, denen Barcamps nix sagen barcamp.org gibt einen Eindruck was so in der Welt so abgeht.

Wer Fragen hat, einfach hier die Frage als Kommentar hinterlassen oder auf der Wikiseite sich anmelden und dort die Frage an alle stellen.

Für alle, die das FuCamp unterstützen wollen. Es gibt noch einiges zu tun. Damit unser kleines Furtwangen zu etwas großem wird.

Blogeinträge über das FuCamp:

Oliver Gassner
Jens Wiese
Jan Theofel

Die Digitale Bibliothek für alle — Europeana

Es heißt 2 Millionen digitale Objekte sind schon in der Europäischen Digitalen Bibliothek (EDL) vorzufinden. So die “Beta” Version der Website. In 5 Arbeitsgruppen wurde das Projekt EDL eingeteilt darunter befinden sich Technical & Semantic Interoperability (Part 2) und User and Usability (Part 3). Wobei die Ergebnisse des Letzterem Voraussetzung für Part 2 sind. Und wie Part 3 arbeitet sieht man alleine an der Website selbst. Da lassen sie eine Entwicklungphase der Website öffentlich und glauben das sie richtig toll seien. Veraltetes Tabellen Design, keine Inhalte für das Image Attribut ‘ALT’. Stichpunkt Usability und Barrierefreiheit. Da sollte die EDL nochmal nachschleifen. Mehr Einsicht findet ihr auch auf den PowerPoint Folien (Part 2, Part 3) der Arbeitsgruppen. Interessant dabei ist in Part 2 die Folie 5 in der die Gruppe (Makx Dekkers, Stefan Gradmann, Carlo Meghini) sich fragen “How to compete with Google? Wrong question?”. Ich denke auf jeden Fall die falsche Frage. Sie sollten sich eher an Google orientieren aber als Konkurrenz anzusehen, finde ich etwas überheblich.

Also es wird eine online Bibliothek geben, die für alle europäischen Bewohner zugänglich ist. Digitalisierung, Semantische Suche, Sammlung von Metadaten uvm. An diesem Punkt bringt mich EDL zum Stocken. Im Studium war ich mit 4 weiteren Kommilitonen in einem Projekt involviert, das unter Quaero bzw. Theseus stand. Theseus ist ein Teilprojekt von Quaero. Ziel ist es, eine “europäische Version” von Google zu entwickeln. Doch anscheinend ist dieses große Vorhaben doch sehr kritisch. So scheint Theseus und Quaero sich zu spalten, so Spiegel Online. Da fragt man sich doch wo gehen die ganzen Gelder hin. Einmal wird von 100 Mio, 120 Mio und 400 Mio gesprochen. Das zahlen die EU- also auch die Deutschen Bürger. Jetzt “entwickeln” die Franzosen (Quaero) und die Deutsch (Theseus) alleine. Wobei die Thomson OHG als ein französisches Unternehmen in Deutschland sitzt, zeigt wieder die verstrickte und intransparente Situation beider Lager. Da muss man eher von Entstrickung als von Entwicklung eins Google Gegners sprechen.

Das die Projekte den anschein haben, nicht wirklich voranzukommen zeigt einmal ein Gespräch mit Herrn Zifroni von der Firma Metaheaven an der Konferenz “Deep Search” und die verzweifelte Suche von Theseus nach kompetenten Partnern. Dieser Versuch wird als “Theseus Mittelstand 2009″ verkauft. Jedes Unternehmen, das denkt etwas tolles zu können, kann sich um das Forschungsbudget von 10 Mio Euro bewerben. Was man nicht selbst kann wird durch Outsourcing gelöst. Im Prinzip kann also jeder der sich als Mittelstand versteht und etwas mit Web zu tun hat um den kleinen Betrag bewerben. Sind ja nur 10%, wenn man von 100 Mio ausgeht. Kleinkram. Am Ende kennt einer von Theseus den einen oder anderen und es landet bei einem Freund vom Freund. Die traditionelle Art von Social Networking. Web 0.1 :)

Ach ja, ich war eigentlich bei der EDL gewesen. Schöne Sache aber sobald Institutionen zusammenarbeiten gibt es eh nur Chaos. Hierachie und Bürokratie tragen nicht immer zur Qualität bei. Das zeigt auch das EDL nichts mit Theseus und Quaero zu tun hat, obwohl sie beide sehr viele Gemeinsamkeiten haben. Die Ideen beider ist gut jedoch hapert es an der Umsetzung. In diesem Sinne “hinsetzen Sechs!“.

P. S.: Warum nutzt EDL auch Google Analytics?

Quellen:
http://theseus-programm.de/mittelstand
http://de.wikipedia.org/wiki/Quaero
Spiegel Online zu Quero und Theseus
Blog Openobjects über Europeana


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